Ein 21-jähriger Radfahrer ist am Samstag, 5. September, in Edelsfeld (Landkreis Amberg-Sulzbach) schwer an den Augen verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde er von drei unbekannten jungen Männern mutmaßlich mit einer Paintballpistole oder einem ähnlichen Gegenstand beschossen. Der Mann ist nach aktuellem Stand auf einem Auge erblindet. Die Kriminalpolizei Amberg ermittelt und bittet dringend um Hinweise.
Der 21-Jährige war gegen 15:30 Uhr mit dem Fahrrad im Bereich des Sportplatzes des FC Edelsfeld unterwegs, als er unvermittelt im Gesicht getroffen wurde. „Die Verletzungen im Gesichtsbereich deuten darauf hin, dass mit irgendeinem Geschoss die Verletzung hervorgerufen wurde", sagt Michael Zaschka, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz. „Meine Vermutung geht in Richtung Paintball, dass es eine Kugel war." Was genau den Mann getroffen hat, soll noch untersucht werden.
Der Verletzte konnte noch beobachten, wie die drei Männer vom Tatort wegliefen. Laut Polizei könnten sie sich zu Fuß in das angrenzende Waldgebiet mit mehreren Wald- und Nebenwegen abgesetzt haben. Der 21-Jährige fuhr anschließend nach Hause und verständigte von dort Polizei und Rettungsdienst. Eine sofortige Fahndung mit mehreren Streifen blieb bislang ohne Erfolg.
Der junge Mann wird in einer Spezialklinik behandelt. „Nach dem jetzigen Stand hat der 21-Jährige auf einem Auge keine Sehkraft, beim anderen ist noch eine da", so Zaschka. Wie es weitergehe, werde erst die Zukunft zeigen. Auch die Sehkraft des zweiten Auges ist derzeit beeinträchtigt.
Die Polizei beschreibt die Gesuchten wie folgt: Alle drei sollen etwa 18 bis 22 Jahre alt sein. Der mutmaßliche Schütze war etwa 1,75 Meter groß und dunkel gekleidet. Ein zweiter Mann war mit rund 1,90 Meter deutlich größer und trug eine blaue Jeans und ein helles Oberteil. Der dritte lag von der Größe her dazwischen und war etwas korpulenter.
Hinweise auf eine Beziehung zwischen Opfer und Tätern gibt es bislang kaum. „Nach dem jetzigen Stand spricht wenig dafür, dass irgendeine Beziehung da war", sagt Zaschka. Die Polizei schließt zudem nicht aus, dass den Tatverdächtigen das Ausmaß der Verletzungen zunächst gar nicht bewusst war. Zaschka wendet sich daher direkt an die drei Männer: „Uns ist bewusst, dass eventuell gar kein absichtliches Handeln im Raum steht. Dennoch ist uns wichtig, dass sie sich melden."
Besonders hofft die Polizei auf Zeugen vom Jugendfußballspiel des FC Edelsfeld gegen Rupprechtstegen, das zur Tatzeit nur wenige Meter entfernt stattfand. Rund 20 Personen sollen dort gewesen sein. „Ganz entscheidend ist für uns wirklich die Mithilfe aus der Bevölkerung, weil gerade sehr viele Personen sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe befunden haben", so Zaschka. Gefragt sind Spieler, Betreuer und Zuschauer, aber auch Spaziergänger oder Pilzsammler, die sich im angrenzenden Wald aufgehalten haben. Auch scheinbar unbedeutende Beobachtungen können wichtig sein.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter der Telefonnummer 09621/890-0 entgegen.
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