16.09.2026 - Buxtehude - News Nr.: 43264
Feuerwehr rettet blinde Person vom Balkon
Rund 20 Betroffene - Vier Menschen in Kliniken - Starke Rauchentwicklung im gesamten Gebäude - Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst

© NEWS5 / Sebastian Peters

Am gestrigen Mittwochabend kam es gegen 21:08 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Buxtehude im Bereich Sagekuhle/Ecke Konopkastraße.

Das Feuer brach in der Wohnung einer 29-jährigen Bewohnerin im Obergeschoss des zweistöckigen Gebäudes aus. Die Frau konnte sich gemeinsam mit ihren beiden Kindern und dem Hund über das Treppenhaus ins Freie retten. Ihr 26-jähriger, blinder, Lebensgefährte konnte hingegen nur noch auf den Balkon flüchten und dort lautstark um Hilfe rufen.

Auf die Hilferufe wurde ein 35-jähriger Bewohner eines benachbarten Hauses aufmerksam. Er reagierte umgehend, holte eine Leiter und konnte den Mann noch vor dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte vom Balkon retten. Da zunächst unklar war, ob sich noch weitere Personen im Gebäude befanden, die sich aufgrund des Brandes nicht selbstständig aus ihren Wohnungen retten konnten, löste die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle vorsorglich den Alarm für einen Massenanfall von Verletzten aus. Neben den beiden Zügen der Freiwilligen Feuerwehr der Hansestadt Buxtehude wurde zusätzlich die Ortswehr Neukloster alarmiert. Insgesamt kamen neun Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug zum Einsatz.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die betroffene Wohnung bereits im Vollbrand. Parallel zu den Löscharbeiten überprüften die Feuerwehrkräfte umgehend die übrigen Wohnungen, um auszuschließen, dass dort weitere Personen eingeschlossen waren. Glücklicherweise befanden sich keine weiteren Menschen im Gebäude. Aus der brandbetroffenen Wohnung konnten die Einsatzkräfte zudem zwei Katzen retten.

Die insgesamt 24 Bewohner des Hauses wurden an einer Verletztensammelstelle betreut. Vier Personen mussten aufgrund von Rauchgasverletzungen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Durch das Feuer und die anschließenden Löscharbeiten wurden nahezu alle Wohnungen des Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen und sind bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Die betroffene Wohnung brannte vollständig aus. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 250.000 Euro geschätzt.

Tatortermittler der Polizei Stade nahmen noch vor Ort erste Ermittlungen zur möglichen Brandursache auf und beschlagnahmten das gesamte Gebäude. Die weiterführenden Untersuchungen werden in den kommenden Tagen durch spezialisierte Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Stade übernommen. Die Hansestadt Buxtehude richtete noch in der Nacht eine Notunterkunft ein. Dort wurden die Bewohner des Mehrfamilienhauses zunächst untergebracht.

Unsere Informationsquellen:

  • Reporter vor Ort
  • Pressestelle Feuerwehr

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