Großeinsatz nach chemischer Reaktion am ersten Schultag: Rund 2.000 Personen aus Schule evakuiert
"Sicherlich ein spektakulärer erster Schultag gewesen" - Mitarbeiter wollten zwei Flüssigkeiten mischen und lösten Gasaustritt aus - 14 Perdonen verletzt - Rund 2.000 Schüler und Lehrkräfte vorsorglich ins Freie gebracht - Feuerwehr mit Atemschutztrupps im Großeinsatz
Am ersten Schultag nach den Sommerferien hat am Dienstag (15.09.2026) eine chemische Reaktion im Schwimmbad der Würzburger Franz-Oberthür-Schule zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei geführt. Nach bisherigen Erkenntnissen wollten Mitarbeiter gegen 9:40 Uhr im Bereich des Bades zwei Flüssigkeiten mischen, woraufhin es zu einem plötzlichen Gasaustritt kam. Die Schulleitung reagierte umgehend und veranlasste eine vorsorgliche Räumung des gesamten Gebäudekomplexes im Zwerchgraben. Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler der Berufsschule sowie der Fachoberschule mussten das Gebäude verlassen und fanden sich auf Sammelplätzen im Freien ein. Durch die austretenden Dämpfe erlitten nach aktuellem Kenntnisstand insgesamt 14 Personen leichte Atemwegsreizungen. Der Rettungsdienst sichtete die Betroffenen direkt vor Ort und transportierte sechs Personen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser. Feuerwehrkräfte drangen unter schwerem Atemschutz in den Schwimmbadbereich vor, um Gefahrstoffmessungen vorzunehmen und das Areal zu sichern. Polizei und Rettungskräfte sperrten die Einsatzstelle weiträumig ab und übernahmen die Betreuung der Schülerinnen und Schüler im Außenbereich. Der Unterricht an der Franz-Oberthür-Schule wurde nach dem Vorfall für den verbleibenden ersten Schultag vollständig abgesagt. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen des Betriebsunfalls führt die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.