Mit einer aufsehenerregenden Protestaktion demonstrierten Beschäftigte aus der Altenpflege gegen drohende Verschlechterungen durch das geplante Pflegeneuordnungsgesetz der Bundesregierung. Von Sonntag bis Montag (07.09.2026) Sonntag schiebten Pflegekräfte ein Pflegebett über eine Strecke von insgesamt 204 Kilometern von Magdeburg bis zum Bundestag in Berlin. Die von der Gewerkschaft ver.di begleitete Aktion sollte den politischen Druck im Vorfeld der parlamentarischen Beratungen spürbar erhöhen. Die Teilnehmer kritisieren vor allem den aktuellen Referentenentwurf, der eine Aussetzung der Tariflohnpflicht sowie unzureichende Refinanzierungen von Lohnsteigerungen vorsieht. Nach Ansicht der Gewerkschaft gefährden diese Pläne die in den vergangenen Jahren mühsam erreichten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich. Zudem wendet sich der Protest entschieden gegen geplante Kürzungen von Zuschüssen für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen. ver.di-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler mahnte stattdessen eine nachhaltige Stabilisierung der Pflegekassen durch den Einsatz von Steuermitteln für versicherungsfremde Leistungen an. Um die Versorgung langfristig abzusichern, schlägt die Gewerkschaft zudem vor, künftig alle Einkommensarten wie Mieteinnahmen oder Aktiengewinne zur Beitragszahlung heranzuziehen. Nach mehreren Etappen durch Sachsen-Anhalt und Brandenburg erreichte der mehrtägige Protestmarsch am Montagnachmittag schließlich die Bundeshauptstadt.
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