02.09.2026 - Leipzig - News Nr.: 43130
"Keine Rüstungsproduktion in Leipzig": Demonstration gegen geplante Raketenfabrik der US-Firma Covenant
BSW und weitere Initiativen versammeln sich vor dem Neuen Rathaus - Berichte über geplante Fertigung von US-Marschflugkörpern ab 2027 im Leipziger Raum - Kundgebung vor Beginn der Stadtratssitzunga

© NEWS5 / Christian Grube

Vor dem Neuen Rathaus in Leipzig hat sich am Mittwochnachmittag (02.09.2026) ein breiter Protest gegen die mögliche Ansiedlung eines US-Rüstungsunternehmens formiert. Zu der Kundgebung unter dem Motto „Keine Rüstungsproduktion in Leipzig“ hatte das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gemeinsam mit weiteren Initiativen aufgerufen. Der Protest fand zwischen 13.00 und 14.00 Uhr unmittelbar vor dem Beginn der regulären Sitzung des Leipziger Stadtrates statt. Anlass für die Mobilisierung sind Medienberichte über weitreichende Pläne des Rüstungskonzerns Covenant. Demnach beabsichtigt das Unternehmen, ab dem Jahr 2027 im Leipziger Raum eine Produktionsstätte für moderne Marschflugkörper zu errichten. Vorgesehen sei dem Vernehmen nach der Bau von rund 1.000 Lenkwaffen pro Jahr mit einer Reichweite von mehr als 1.500 Kilometern. Die Demonstrierenden brachten vor dem Rathauseingang mit Transparenten, Parolen und Redebeiträgen ihren Unmut über das Vorhaben zum Ausdruck. Vertreter der Kundgebung forderten die eintreffenden Kommunalpolitiker dazu auf, sich unmissverständlich gegen eine solche Rüstungsfertigung in der Region auszusprechen. Nach Ansicht der Kritiker müsse Leipzig ein Standort ziviler Wirtschaft bleiben und dürfe nicht zum Zentrum militärischer Produktion werden. Einsatzkräfte der Polizei sicherten die Versammlung vor dem Gebäude ab und meldeten bis zum Beginn der Ratssitzung einen durchweg friedlichen Verlauf.

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