Das Nürnberger Herbstvolksfest präsentiert sich in diesem Jahr mit einem deutlich erweiterten Rahmenprogramm. Bereits am ersten Festtag sorgt eine Lasershow für einen spektakulären Auftakt, begleitet von einer großen Eröffnungsfeier. Mitten auf dem Festgelände wurde zudem eine Nostalgieausstellung aufgebaut – ein Projekt, an dem die Schausteller nach Angaben der Veranstalter in Eigenregie und ehrenamtlich mitgearbeitet haben.
Ab dem 3. September gibt es täglich zwei Vorführungen einer nach eigenen Angaben weltweit führenden Hochseiltruppe. Die Artisten überqueren den Festplatz auf einem Hochseil mit drei Motorrädern, balancieren dabei im Handstand und steigen anschließend auf eine Höhe von rund 70 Metern, wo sie Trompete spielen. Ergänzt wird das Programm durch historische Konzertorgeln, die auf dem Gelände zu hören und zu besichtigen sind.
Auch in diesem Jahr wird auf dem Volksfest ein Feuerwerk gezündet. Grundlage dafür ist eine Umfrage eines beauftragten Instituts, bei der nicht nur Festplatzbesucher, sondern auch Passanten in der Fußgängerzone sowie per Telefon befragt wurden. Das Feuerwerk sei demnach mit deutlichem Abstand die beliebteste Attraktion des Festes. Die Veranstalter verweisen zudem darauf, dass die Feinstaubbelastung eines professionell abgeschossenen Feuerwerks nicht mit privatem Silvesterfeuerwerk vergleichbar sei – zehn Kilogramm Grillkohle würden nach ihren Angaben mehr Feinstaub erzeugen als das große Feuerwerk, das zehntausende Besucher begeistert.
Als neue Volksfestkönigin wurde in diesem Jahr Lorena Hofmann gewählt. Aus zahlreichen Bewerbungen wurden zunächst sieben Kandidatinnen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, anschließend konnten Leser der Zeitung über die Top-Sieben abstimmen. Hofmann setzte sich dabei durch. Sie zeigt sich überwältigt von der Wahl und blickt der kommenden Zeit mit Vorfreude entgegen – insbesondere auf die vielen Begegnungen, die mit dem Amt einhergehen. Üblich sei eine Amtszeit von etwa zwei Jahren; Hofmann selbst würde die Aufgabe auch gerne länger übernehmen. Ein besonderes Anliegen ist ihr, den Schaustellerfamilien mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, die aus ihrer Sicht im Hintergrund oft zu wenig gewürdigt werden, obwohl sie die jahrzehntelange Schausteller-Tradition erst möglich machen.
Die Veranstalter bezeichnen das Nürnberger Volksfest als eines der sichersten Feste überhaupt. Das liege zum einen an der strategisch günstigen Lage des Platzes, die einen unkontrollierten Zugang erschwere. Zum anderen verfügt das Fest über ein eigenes Sicherheitssystem: Alle 100 Meter ist ein Schausteller mit Walkie-Talkie ausgestattet, insgesamt sind 170 Betriebe und rund 500 Personen im Ordnungsbereich im Einsatz. Im Bedarfsfall – etwa bei Belästigungen – reagiere das Personal direkt vor Ort. Eigene Frauenschutzräume halten die Veranstalter für nicht notwendig, da die Gäste durch dieses System selbst aufeinander achten würden. Dieses Sicherheitskonzept bestehe bereits, seit das Thema öffentlich noch keine große Rolle gespielt habe – als Familienfest sei es den Veranstaltern besonders wichtig, ein Sicherheitsgefühl zu vermitteln.
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