Im Landkreis Cham wird der Schutz vor verheerenden Waldbränden künftig durch den Einsatz modernster Technologie verstärkt. In Roding, genauer am Gelände des Kreiswasserwerks in Neubäu am See, wurde am Mittwoch (19.08.2026) ein innovatives Früherkennungssystem mit KI-gestützten Drohnen vorgestellt. Das mehrjährige Forschungsprojekt wird von der Hochschule Ansbach gemeinsam mit mehreren Partnern und der regionalen Feuerwehr vorangetrieben. Herzstück der Anlage ist eine wetterfeste Drohnengarage, aus der das Fluggerät vollautomatisiert zu regelmäßigen Kontrollflügen über das Waldgebiet startet. Aus einer Höhe von etwa 50 bis 100 Metern scannt die Drohne die Bestände mit einer hochauflösenden Wärmebildkamera. Die aufgenommenen Bild- und Sensordaten werden in Echtzeit an ein System am Boden übermittelt und von einer künstlichen Intelligenz analysiert. Die Algorithmen können dabei zuverlässig zwischen harmlosen Hitzequellen und echten Glutnestern oder beginnenden Bränden unterscheiden. Bei einer festgestellten Gefahr generiert das System automatisch eine präzise Alarmmeldung mit GPS-Daten für die zuständige Feuerwehr. Die neue Technik soll die traditionellen Luftbeobachter unterstützen und eine noch schnellere Reaktionszeit in der kritischen Entstehungsphase ermöglichen. Für den dauerhaften Routinebetrieb der autonomen Flüge müssen nach den erfolgreichen Testläufen nun noch die letzten luftfahrtrechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Unsere Informationsquellen: