Im Hamburger Hafen hat am Montagabend (17.08.2026) ein 24-stündiger Warnstreik begonnen. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten mit Beginn der Nachtschicht zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Betroffen sind unter anderem die vier großen Containerterminals im Hafen.
Nach Angaben der Gewerkschaft richtet sich der Streikaufruf an die Beschäftigten von mehr als einem Dutzend Hafenbetrieben. Dazu zählen die HHLA-Terminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort, das Containerterminal Eurogate sowie die Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft. Auch in Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake wird gestreikt.
Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für rund 11.000 Beschäftigte der deutschen Seehäfen. Verdi fordert 8,2 Prozent höhere Stundenlöhne, mindestens jedoch 2,50 Euro mehr pro Stunde, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Arbeitgeberverband bietet nach Angaben der Gewerkschaft ein Lohnplus von 5,1 Prozent bei einer Laufzeit von 19 Monaten.
Mehr als 6.100 Beschäftigte hatten sich an einer Befragung zu dem Arbeitgeberangebot beteiligt. Die Mehrheit bewertete es als nicht ausreichend. Verdi kritisiert vor allem die lange Laufzeit und die aus Sicht der Gewerkschaft zu geringe Erhöhung für die unteren Lohngruppen.
Für Dienstagmorgen ist zudem eine Demonstration im Hamburger Hafen geplant. Sie soll um 09:00 Uhr am Parkplatz des Containerterminals Burchardkai beginnen und anschließend durch den Hafen führen. Der Warnstreik soll insgesamt 24 Stunden dauern.
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