16.08.2026 - Hürtgenwald - News Nr.: 42954
Großeinsatz gegen die Flammen: Waldbrand hält NRW weiter in Atem
Gey darf zurück, doch die Waldbrandgefahr bleibt - Lage in der Eifel weiter angespannt

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Waldbrände halten Nordrhein-Westfalen weiter in Atem. Im Hürtgenwald im Kreis Düren hat sich die Lage am Samstag (15.08.2026) zwar deutlich entspannt, gelöscht ist der Großbrand aber noch nicht.

Seit Donnerstag brennt dort eine Fläche von rund 300 Hektar Wald. Das entspricht etwa 420 Fußballfeldern. Damit handelt es sich um einen der größten Waldbrände in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Besonders kritisch war die Situation für den Ortsteil Gey. Rund 2.000 Menschen mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen, weil die Flammen zeitweise nur wenige hundert Meter von der Ortschaft entfernt waren. Am Samstagabend konnten die Bewohner wieder nach Hause zurückkehren. Nach bisherigen Angaben wurden keine Wohnhäuser durch das Feuer zerstört.

Rund 1.400 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen. Unterstützt wurden sie unter anderem von der Bundeswehr. Bergepanzer wurden eingesetzt, um Brandschutzschneisen anzulegen. Auch Löschhubschrauber waren erneut im Einsatz. Eine besondere Gefahr stellt alte Weltkriegsmunition im Waldboden dar. Deshalb können die Einsatzkräfte nicht alle Bereiche des Waldes betreten. Auch Trockenheit und Wind erschweren die Löscharbeiten. Die Feuerwehr stellt sich deshalb auf einen länger andauernden Einsatz ein. 

Gleichzeitig gibt es in der Eifel eine weitere Gefahr. Im belgischen Hohen Venn breitet sich ein großer Waldbrand aus. Die Feuerfront war am Samstag nur noch wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die Stadt Monschau bereitete sich deshalb vorsorglich auf mögliche Evakuierungen vor. Betroffen sein könnten unter anderem die Ortsteile Kalterherberg und Mützenich. Insgesamt könnten mehrere tausend Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Eine Evakuierung war am Samstagabend allerdings noch nicht angeordnet.

Damit bleibt die Lage in Nordrhein-Westfalen angespannt. Während sich der Brand im Hürtgenwald vorerst stabilisiert hat, besteht in der Eifel weiterhin die Gefahr, dass sich die Flammen weiter ausbreiten.

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