Nach dem Sprengstofffund am Flughafen Leipzig/Halle haben die Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen die Ermittlungen übernommen. Die Behörden stufen das Geschehen auf dem Areal der kritischen Infrastruktur als Fall für das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum ein. In der Nacht zum Mittwoch (05.08.2026) hatte ein Flughafenmitarbeiter im Sicherheitsbereich des Frachtflugbetriebs nahe der Südpiste eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entdeckt. Spezialkräfte der Bundespolizei konnten den Zünder des Sprengsatzes mithilfe eines Entschärfungsroboters gezielt entfernen und die Gefahr somit entschärfen. Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt kollidierte wenig später mit einem durchstartenden Frachtflugzeug, das anschließend mit leichten Schäden in Hannover landete.
Nach einer vorübergehenden Komplettsperrung des gesamten Areals konnte die Nordpiste noch in der Nacht wieder für den Luftverkehr freigegeben werden. Die Südpiste war für den Mittwoch ohnehin wegen geplanter Wartungsarbeiten eingeplant, weshalb der Passagierverkehr aktuell unbeeinträchtigt verläuft. Nach offiziellen Angaben bestand zu keinem Zeitpunkt eine direkte Gefahr für Leib und Leben von Fluggästen oder Personal. Das Landeskriminalamt bittet Zeugen dringend um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugbewegungen im Flughafenumfeld seit dem Dienstagnachmittag.
Am Abend gab es im Flughafen Leipzig eine Pressekonferenz mit Alexander Dobrindt und Armin Schuster zu den aktuellen Ereignissen.
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