05.08.2026 - Schkeuditz - News Nr.: 42818
Großeinsatz am Flughafen Leipzig/Halle: Drohne mit möglichem Sprengsatz nahe ukrainischer Frachtmaschine entdeckt
Gestarteter Frachter kollidiert in der Luft mit unbekannten Gegenstand und muss notlanden - Sprengstoffroboter im Einsatz - Cargo-Flüge müssen ausweichen - Verdächtiger Fund auf Flughafengelände

© NEWS5 / Erik-Holm Langhof

Ein Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr hat in der Nacht zum Mittwoch (05.08.2026) das Gelände des Flughafens Leipzig/Halle beschäftigt. Ursache war der Fund einer am Boden abgestellten Drohne auf dem Vorfeld, an der sich ein Päckchen mit einem Zünder befand. Das Paket lag in unmittelbarer Nähe zu einer ukrainischen Frachtmaschine vom Typ Antonov AN-124 und wurde von den Ermittlern als möglicher Sprengsatz eingestuft. Neben der Kriminalpolizei Sachsen und der Flughafenfeuerwehr kamen Sprengstoffexperten der Bundespolizei mit einem ferngesteuerten Robotersystem zum Einsatz, um eine kontrollierte Sprengung vorzubereiten. Der Flugbetrieb auf dem europäischen Frachtdrehkreuz wurde wegen der akuten Gefahrenlage umgehend komplett gesperrt. Infolgedessen mussten mehrere Frachtmaschinen umgeleitet werden. 
Eine durchstartende Frachtmaschine kollidierte rund sechs Kilometer vom Flughafen entfernt in etwa 400 Metern Höhe mit einem bislang unbekannten Gegenstand. Das Flugzeug landete schließlich in Hannover, wo leichte Beschädigungen im Frontbereich festgestellt wurden. Die Polizei in Niedersachsen stufte das Geschehen umgehend als Staatsschutzdelikt ein und schließt einen möglichen Sabotageanschlag nicht aus. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls führen die Polizeibehörden aus Niedersachsen und Sachsen derzeit gemeinsam.

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