Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung hat die Steuerfahndung mehrere Betriebs- und Privatobjekte im thüringischen Eichsfeld durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mühlhausen richten sich die Ermittlungen gegen eine Unternehmerin aus Leinefelde-Worbis. Ihr wird vorgeworfen, in zwölf Fällen mehrere Hunderttausend Euro an Steuern hinterzogen zu haben.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler unter anderem Geschäftsunterlagen und Speichermedien sicher. Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Beschuldigte private Ausgaben gezielt als Betriebsausgaben eines von ihr geführten Unternehmens verbucht haben. Die Unternehmerin war zudem als Zeugin im sogenannten Reichsbürger-Prozess vor dem Landgericht Mühlhausen in Erscheinung getreten. Dort hatte sie ausgesagt, als Geschäftsführerin Edelmetalle im Wert von rund zwei Millionen Euro von einem der Angeklagten erworben zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll jedoch nur ein Teil der Edelmetalle tatsächlich bei ihrem Unternehmen angekommen sein.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung dauern an. Zu möglichen Anklagen oder weiteren Maßnahmen machten die Behörden zunächst keine Angaben.
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