30.07.2026 - Leipzig - News Nr.: 42750
Erneut Hitzeschäden in Leipzig: Verkehrsbetriebe schränken Bus- und Straßenbahnverkehr ein
Fugenmasse auf über 60 Grad erhitzt - Mehrere Linien betroffen

© NEWS5 / Christian Grube

Die erneute Hitzewelle hat am Donnerstag (30.07.2026)  zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr in Leipzig geführt. Bei Temperaturen von mehr als 37 Grad setzten die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) Teile ihres neuen Hitzeplans um und schränkten vorsorglich den Betrieb mehrerer Straßenbahn- und Buslinien ein. Hintergrund sind Schienenfugen, die sich durch die extreme Hitze stark aufgeweicht haben.

Nach Angaben der LVB wurde der Friedrich-List-Platz stadteinwärts für den Straßenbahnverkehr gesperrt. Betroffen sind die Straßenbahnlinien 3, 8 und 31, die ab dem Torgauer Platz über eine Umleitungsstrecke in Richtung Innenstadt verkehren. Zudem wurden die Buslinien 67, 70, 74 und 131 auf Teilabschnitten umgeleitet, da sie an mehreren Stellen Gleise queren.

Laut LVB habe sich die Fugenmasse in den Gleisbetten auf Temperaturen von über 60 Grad Celsius erhitzt. Dadurch sei sie so weich geworden, dass die Gefahr bestehe, sich auf den Schienen zu verteilen und den Straßenbahnbetrieb erheblich zu beeinträchtigen. Aus Sicherheitsgründen habe man sich deshalb frühzeitig für Betriebseinschränkungen entschieden.

Die Maßnahmen sind Teil eines neuen Hitzekonzepts der Verkehrsbetriebe. Erst vor rund fünf Wochen hatte extreme Hitze den Straßenbahnverkehr in Leipzig massiv beeinträchtigt. Damals mussten weite Teile des Netzes zeitweise eingestellt werden, nachdem sich die Fugenmasse auf den Gleisen verteilt hatte und zahlreiche Weichen sowie Schienen unbefahrbar geworden waren. Die aktuellen Einschränkungen sollen eine Wiederholung eines solchen Szenarios verhindern.

Wie lange die Umleitungen bestehen bleiben, hängt von der weiteren Wetterentwicklung ab. Die LVB beobachten die Temperaturen und den Zustand der Gleisanlagen fortlaufend.



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