Die Tierärztin Kirsten Tönnies hat auf einer Pressekonferenz am Mittwoch (22.07.2026) die lang erwarteten Ergebnisse der DNA-Analyse zum Buckelwal Timmy, auch bekannt als Hope, präsentiert. Ursprünglich sollten drei Fachleute auf dem Podium sitzen, diese zogen sich jedoch aus Sorge um ihren Berufsstand kurzfristig zurück. Tönnies betonte, selbst keine Datenexpertin zu sein, das 85 Gigabyte umfassende Material aus Transparenzgründen aber der Allgemeinheit zugänglich machen zu wollen. Da deutsche Laboratorien die Untersuchung aus politischen Gründen oder wegen langer Bearbeitungszeiten ablehnten, wurde die Sequenzierung vollautomatisch in China durchgeführt. Untersucht wurden zwei Proben, die bei der Besenderung des Wals Anfang Mai sowie später vor der dänischen Insel Anholt entnommen wurden. Das wichtigste Einzelergebnis der Auswertung lautet, dass beide vorliegenden Materialproben eindeutig von einem weiblichen Tier stammen. Überraschenderweise weisen die beiden Proben jedoch erhebliche genetische Abweichungen voneinander auf, was sich unter anderem in unterschiedlichen Mutationsraten zeigt. Beim sogenannten GC-Gehalt driftet das Material sogar so stark auseinander, dass laut Tönnies Zweifel bestehen, ob die Proben überhaupt von derselben Tierart stammen. Ob sich daraus schließen lässt, es würde sich bei dem auf Anholt gestrandeten Tier um einen anderen Buckelwal als "Hope" handeln, ist sehr fraglich. Eine genauere Einordnung zu den untersuchten Daten erfolgte nicht. Die Veranstalterin beklagte zudem erhebliche Kommunikationsprobleme zwischen den beteiligten Initiativen sowie rechtliche Drohungen im Vorfeld der Pressekonferenz. Abschließend übte Tönnies scharfe Kritik an den behördlichen Rahmenbedingungen im Tierschutz und forderte bessere Konzepte für den Umgang mit Wildtieren in Not.
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