Fast zwei Tage nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in Görlitz kämpfen Rettungskräfte weiterhin um das Leben von drei vermissten Menschen. Seit dem Unglück am Montagabend (18.05.2026) gelten zwei junge Frauen und ein Mann als verschüttet. Mit jeder weiteren Stunde sinkt die Hoffnung, die Vermissten lebend zu finden.
Die Einsatzkräfte - auch aus Bayern kam Unterstützung nach Görlitz - arbeiten seit der Nacht unter extrem schwierigen Bedingungen. Immer wieder mussten die Such- und Bergungsarbeiten unterbrochen werden, weil aus beschädigten Leitungen Gas austrat. Erst in der Nacht zum Mittwoch konnte die Gasversorgung im Bereich der Unglücksstelle vollständig abgeschaltet werden. Danach begannen Feuerwehr, THW und Spezialkräfte damit, sich vorsichtig tiefer in die Trümmer vorzuarbeiten.
Nach Angaben der Behörden wird weiterhin per Hand gearbeitet, um mögliche Überlebende nicht zusätzlich zu gefährden. Auch Suchhunde und technische Ortungsgeräte sind im Einsatz. Die Rettungskräfte hoffen trotz der langen Zeit unter den Trümmern weiter auf Lebenszeichen.
Unterdessen konnten sich Anwohner der bislang noch gesperrten Häuser der James-von-Moltke-Straße 20, 22, 28, 29 und 30 bei Einsatzkräften an der Absperrung James-von-Moltke-Straße Ecke Dr.-Kahlbaum-Alle melden, um dann in Begleitung kurzfristig in ihre Wohnungen zu gelangen, um persönliche Gegenstände zu holen.
Das Wohnhaus in der James-von-Moltke-Straße war am Montagabend plötzlich eingestürzt. Warum das Gebäude kollabierte, ist bislang unklar. Eine Gasexplosion wird nach wie vor nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an.
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