Am Saurüsselkopf nahe Ruhpolding im Landkreis Traunstein ist am Montag (04.05.2026) ein massiver Waldbrand ausgebrochen, der die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen stellt. Aufgrund der dramatischen Lage und des schwer zugänglichen Geländes rief Landrat Andreas Danzer gegen 10 Uhr den Katastrophenfall aus. Oberstes Ziel der Maßnahmen ist der Schutz des Trinkwasserschutzgebietes Laubau; eine weitere Ausbreitung der Flammen in dieses sensible Areal soll unter allen Umständen verhindert werden. Rund 175 Kräfte der Feuerwehren aus Ruhpolding und Umgebung sind mobilisiert, um das Feuer an dem 1364 Meter hohen Berg einzudämmen.
Da das steile und unwegsame Gelände den Einsatz von Löschfahrzeugen am Boden unmöglich macht, konzentriert sich die Brandbekämpfung auf eine großangelegte Luftunterstützung. Derzeit sind vier Polizeihubschrauber der bayerischen Landespolizei sowie zwei Maschinen von Heli Austria aus dem benachbarten Österreich im Dauereinsatz. Unterstützt werden sie von der Bundespolizei und der Landespolizei Baden-Württemberg; für Dienstag ist zudem die Anforderung von Bundeswehr-Hubschraubern geplant. Die Rauchsäule über dem Saurüsselkopf ist weithin sichtbar, und im Bereich der Chiemgau Arena ist mit leichtem Ascheregen zu rechnen.
Entdeckt wurde der Brand vermutlich bereits am Sonntagabend, als Wanderer Rauch bemerkten. Da Hubschrauber in der Dunkelheit nicht operieren konnten und das Gebiet zu Fuß kaum erreichbar ist, konnten die aktiven Löscharbeiten erst am Montagmorgen in vollem Umfang anlaufen. Aktuellen Schätzungen zufolge sind etwa vier bis fünf Hektar Waldfläche betroffen. Die Bevölkerung wird gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und das Einsatzgebiet weiträumig zu meiden, um die Zufahrtswege für die Rettungskräfte freizuhalten. Die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache dauern an.
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