Auf der A9 zwischen Bad Dürrenberg und Leipzig-West im Landkreis Saalekreis hat es am Mittwochnachmittag (29.04.2026) gleich zwei Verkehrsunfälle gegeben. Nach Angaben der Einsatzkräfte ereignete sich der erste Unfall gegen 16:40 Uhr kurz hinter der Anschlussstelle Bad Dürrenberg, dabei waren mehrere Pkw beteiligt. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand, allerdings kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Infolge des Rückstaus kam es rund 100 bis 200 Meter weiter zu einem deutlich schwereren Folgeunfall. Ein Lkw fuhr dabei offenbar ungebremst auf einen weiteren Lkw auf, auch ein Sicherungsfahrzeug eines Schwerlasttransporters war beteiligt. Insgesamt wurden vier Menschen verletzt, zwei davon schwer. Ein Rettungshubschrauber aus Halle brachte einen Schwerverletzten in eine Klinik.
Entgegen erster Meldungen war keine Person in den Fahrzeugen eingeklemmt. Die Lage sei zunächst unübersichtlich gewesen, so die Feuerwehr. Alle Betroffenen konnten jedoch zügig versorgt werden. Besondere Brisanz erhielt der Unfall durch die Ladung eines beteiligten Schwerlast-Lkw. Auf dem Auflieger befand sich eine rund 39 Tonnen schwere Kokille, die in der Industrie zum Gießen von Metallen und Legierungen eingesetzt wird. Zudem traten größere Mengen an Betriebsstoffen aus, die von der Feuerwehr gebunden werden mussten.
Die Bergung gestaltet sich aufwendig: Für das Umladen der tonnenschweren Ladung werden voraussichtlich Spezialfirmen und Kräne benötigt. Die A9 bleibt daher vorerst voll gesperrt, es kommt zu erheblichen Staus bis zu den umliegenden Anschlussstellen.
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