Vor dem Hintergrund der aktuellen militärischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Irankrieg und den damit verbundenen Einschränkungen im Luftraum machte sich ein Airbus A380 der Lufthansa am Montagmorgen (02.03.2026) als reiner Überführungsflug von Abu Dhabi auf den Weg nach München zurück. Die Maschine hatte in Abu Dhabi eine notwendige Wartung abgeschlossen. Ursprünglich wurde geprüft, ob der Rückflug für die Passagierbeförderung genutzt werden kann. Dies ist jedoch nicht möglich.
Aufgrund der aktuellen, dynamischen Lage im regionalen Luftraum sowie massiver Einschränkungen des zivilen Luftverkehrs in den Vereinigten Arabischen Emiraten steht keine vollständige Kabinenbesatzung zur Verfügung, heißt es von der Lufthansa. Für einen regulären Passagierflug wären mindestens 17 Flugbegleiter erforderlich. Diese können derzeit nicht eingeflogen werden. Ohne entsprechendes Kabinenpersonal ist eine Passagierbeförderung aus rechtlichen und sicherheitstechnischen Gründen ausgeschlossen. Zudem gilt die Erreichbarkeit des Flughafens in Abu Dhabi für potenzielle Reisende als schwer planbar. Der Flug mit der Sondernummer LH 9851 wird daher ausschließlich mit zwei Piloten an Bord durchgeführt. Die Maschine landete kurz nach 18 Uhr auf dem Rollfeld des Münchener Flughafens.
Die angespannte Sicherheitslage wirkt sich massiv auf den internationalen Flugverkehr aus. Allein am Wochenende wurden über 1.800 Flüge gestrichen, zahlreiche weitere Verbindungen umgeleitet oder sind stark verspätet. Rund 30.000 Reisende aus Deutschland sind nach aktuellen Schätzungen direkt von der Eskalation im Nahen Osten betroffen, viele von ihnen sitzen in den Golfstaaten fest. Am späten Nachmittag saßen zwei Flugzeuge der Fly Emirates-Airline, sowie jeweils ein Flieger von Qatar Airways und Etihad am Flughafen München fest.
Außenminister Johann Wadephul machte in der ARD-Sendung „Caren Miosga“ deutlich, dass eine schnelle Lösung derzeit nicht in Sicht sei. Aufgrund teils geschlossener Lufträume sei eine reguläre Ausreise vielerorts nicht möglich. Eine Evakuierung durch die Bundeswehr komme ebenfalls nicht infrage, da die Lufträume insgesamt gesperrt seien.
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