22.01.2026 - Aachen - News Nr.: 40449
Evakuierung nach Bombenfund: 500-Kilo-Bombe legt Innenstadt lahm - Tausende müssen ihre Häuser verlassen
Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz im Großeinsatz - Evakuierung seit dem Morgen im Gange - Krankenhaus verlegt Patienten in der Nacht intern

© NEWS5 / Joachim Kollednigg

Nach dem Fund einer Fliegerbombe am Mittwochabend in der Franzstraße in Aachen laufen seit Donnerstagmorgen (22.01.2026) die umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen. Bei Bauarbeiten an der Ecke Franzstraße / Aureliusstraße war eine 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden.

Seit etwa 9 Uhr sind zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen im Einsatz. Treffpunkt vieler Einheiten war unter anderem die Feuerwache Nord in der Mathieustraße, von wo aus sie im Verbund in die betroffenen Stadtbereiche einfuhren. Die Straßen rund um die Fundstelle im Stadtzentrum, einschließlich der Franzstraße, sind mittlerweile weiträumig gesperrt. Fahrzeuge der Aachener Stadtbetriebe - darunter Schneepflüge und Winterdienstfahrzeuge - sichern gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt die Sperrstellen.

Der festgelegte Evakuierungsradius beträgt 400 Meter, rund 6.200 Menschen sind betroffen. Innerhalb dieses Bereichs liegen auch zwei Schulen, die vorsorglich geschlossen bleiben, sowie das Alexianer‑Krankenhaus und ein Seniorenheim. Das Krankenhaus hatte bereits in der Nacht zum Donnerstag interne Verlegungen durchgeführt, um betroffene Bereiche zu räumen. Patienten wurden innerhalb des Gebäudes in andere Bereiche, darunter eine umfunktionierte Bibliothek und weitere Räume, verlegt, wodurch das Krankenhaus von einer externen Räumung nicht mehr betroffen ist.

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