Am Samstag (10.01.2026) fand im Freibad in Veitsbronn wie bereits in den letzten Jahren ein Eisschwimm-Event statt. Das Wasser war selbst für erfahrene Schwimmer verhältnismäßig kalt. Nur 0,5°C bis 0,6°C wurden im Becken gemessen. Eisschwimmen findet ab Wassertemperaturen unter 5 °C statt. Nur dann gelten auch die aufgestellten Rekorde. Viele der Teilnehmenden Schwimmer kamen aus der Region, einige sind aber auch weitere Strecken aus Deutschland oder dem Ausland angereist. Dabei hätte das Event fast nicht stattfinden können, weil das Becken in den letzten Tagen immer vereist war. Helfer mussten per Hand die Eisschollen aus dem Becken fischen.
Der Wettkampf wurde in verschiedene Disziplinen und Altersgruppen eingeteilt. So gab es verschiedene Strecken von 50-500 Meter in verschiedenen Schwimmstilen wie Brust oder Freistil. Die langen Distanzen über 1.000 Meter am Sonntag wurden abgesagt. Zu schwierig ist die Lage mit dem vereisten Becken und zudem ist es auch gesundheitlich grenzwertig, bei solch niedrigen Temperaturen solch lange Strecken zu schwimmen. "Aber es war schon auch mal ein Schock, als man reingegangen ist, auch wenn man oft trainiert hat", erzählt Kilian Graef. Der erfahrene Eisschwimmer wärmte sich nach seiner ersten Distanz in einem heißen Pool wieder auf. "Wie so 1000 Nadelstiche hat es wehgetan und dann ging es aber", beschreibt er das erste Gefühl beim betreten des eiskalten Beckens.
Auch Thomas Hamann aus München beschreibt die Wassertemperatur als Herausforderung. "Man hat dann nach 100 Metern schon tatsächlich die Finger und die Fußspitzen nicht mehr gespürt", berichtet der Schwimmer. Während manche Zuschauer schon am Beckenrand frieren, sind sie fasziniert von der Leistung der Athleten. Die treibt vor allem das Adrenalin und der Erfolgsmoment an. "Dann kommt der schönste Teil wieder auftauen", weiß Graef im beheizten Pool. Dann kommen die Glücksgefühle nach dem erfolgreichen Schwimmen hoch, berichten die Sportler.
Für die Sicherheit sorgen Rettungsdienst und Wasserwacht. Denn das Eisschwimmen kann für den Kreislauf gefährlich werden. Völlig ungeübt sollte man sich also nicht ins eiskalte Wasser stürzen.
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