Am Freitagabend (09.01.2026) hat eine Ostseesturmflut den Hafenbereich von Flensburg erreicht. Ausgelöst wurde das Hochwasser durch das Sturmtief Elli. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hatte im Vorfeld vor einem möglichen Pegel von bis zu 150 Zentimetern über Normalhöhennull gewarnt. Ob dieser Wert tatsächlich erreicht wurde, war zunächst unklar.
Besonders betroffen war die Straße Schiffbrücke direkt im Hafen. Dort schwappte das Wasser über die Kaimauer, Teile der Fahrbahn wurden überflutet. Die Stadt sperrte den Bereich vorsorglich, dennoch spielten sich teils ungewöhnliche Szenen ab. Wellen rollten bis auf die Straße, das Wasser war eiskalt und mit Eisschollen durchsetzt.
Mehrere Autofahrer ignorierten die Sperrung und fuhren durch die Fluten. Auch ein Radfahrer sowie ein E-Scooter-Fahrer bewegten sich durch das überschwemmte Gebiet. Aufmerksamkeit erregte zudem ein Urlauberpaar aus Dänemark: Nach einem Restaurantbesuch wollten die beiden zurück in ihr Hotel, das direkt im überfluteten Bereich lag. Der Mann nahm seine Partnerin kurzerhand auf die Arme und trug sie in Jeans und Straßenschuhen durch das kalte Wasser bis zum Hotel. Da der Haupteingang wegen der Flut nicht zugänglich war, musste er anschließend erneut durch das Wasser zum Hintereingang.
Viele Gebäude an der Schiffbrücke waren auf die Sturmflut vorbereitet. Mit Sandsäcken, mobilen Schotten und Pumpen versuchten Anwohner und Betreiber, ihre Häuser vor eindringendem Wasser zu schützen. Die Lage blieb bis in den Abend hinein angespannt.
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