In Gießen ist es am Samstag (29.11.2025) zu massiven Protesten gegen die geplante Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation gekommen. Die Stadt bereitete sich seit mehreren Tagen auf dieses Ereignis vor, im Vorhinein wurden bis zu 57.000 Protestierende erwartet. In den frühen Morgenstunden wurden mehrere Straßen und Zufahrtswege, darunter auch eine Bundesstraße, blockiert. Die Polizei löste eine größere Blockade gewaltsam auf und setzte Wasserwerfer ein. Bereits am Vormittag kam es laut Polizei zu einer Auseinandersetzung, bei der ein AfD-Teilnehmer in eine Schlägerei verwickelt war. Insgesamt blieb die Lage angespannt, da immer wieder Gruppen versuchten, Zugänge zum Veranstaltungsort zu blockieren. Eine Buskolonne, mutmaßlich besetzt von Mitgliedern der neuen Jugendorganisation, wurde auf der A7 von Personenschützern eskortiert.
Die Demonstrierenden wenden sich gegen das Treffen, das sie als rechtsextremes Projekt der Partei werten. Die Stadt hatte sich auf einen Großeinsatz vorbereitet und zusätzliche Kräfte aus mehreren Bundesländern angefordert. Am Nachmittag trafen auch AfD-Bundessprecherin Alice Weidel und Co-Chef Tino Chrupalla in Gießen ein, um am Treffen teilzunehmen.
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