Am Dienstag (30.07.2025) stürzte ein Bundeswehr-Hubschrauber bei Grimma in die Mulde. Gegen 11:30 Uhr meldeten Paddler den Fund von Hubschrauberteilen im Fluss zwischen der Muldebrücke Golzern/Bahren und der Brückenbaustelle der A14. Daraufhin wurden umfangreiche Rettungsmaßnahmen von Feuerwehr, THW, Bundeswehr und Polizei eingeleitet. Zwei der drei Crewmitglieder konnten nur noch tot geborgen werden, die dritte Person wird derzeit vermisst. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und Sachsens Innenminister Armin Schuster drückten den Angehörigen ihr Beileid aus und dankten den Einsatzkräften.
Die Unfallursache ist nach wie vor unklar, es laufen Ermittlungen. Nach Zeugenaussagen und Sichtungen am Unfallort könnte der Hubschrauber mit einem quer über die Mulde bei Golzern in 4-6 Metern Höhe gespannten Stahlseil kollidiert sein. Die Hubschrauberkabine wurde kopfüber etwa 50 Meter flussaufwärts im Wasser gefunden, das Heckrotorblatt rund 50 Meter flussabwärts. Diese Beobachtungen lassen einen Überschlag nach einer möglichen Kollision mit dem Stahlseil als Ursache plausibel erscheinen, sind aber noch nicht bestätigt.
Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied wurde vorerst unterbrochen und wurde am Mittwoch (30.07.2025) bei Tagesanbruch fortgesetzt werden. Am Dienstagabend überflog ein Eurofighter mit Aufklärungspod die Unglücksstelle, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Die Bundeswehr hat zudem einen militärischen Sicherheitsbereich eingerichtet und Ölsperren wurden flussabwärts eingesetzt, um ausgelaufenes Kerosin aufzufangen.
Unsere Informationsquellen: