Die Polizei suchte seit Freitagnachmittag (11.07.2025) mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften nach einem flüchtigen Mann im Bereich der Autobahn A93 bei Schönwald. Gegen 15 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer auf der A93, kurz vor der Anschlussstelle Schönwald, dass ein Mann versuchen soll, auf äußerst gefährliche Weise andere Autofahrer anzuhalten. Bei einer Notfallsäule der Autobahn stießen die alarmierten Einsatzkräfte dann auf die Person. Unverzüglich griff er das Streifenteam an und schlug mit Fäusten gegen einen Beamten. Er traf ihn am Kopf und flüchtete im Anschluss über beide Fahrtrichtungen hinweg in ein Waldstück hinein. Der angegriffene Polizist wurde bei dem Angriff leicht verletzt.
Mit Unterstützung der umliegenden Polizeidienststellen, eines Polizeihubschraubers sowie der Bundespolizei lief ein größerer Fahndungseinsatz, der in Teilen noch Einfluss auf den Straßen- und Schienenverkehr hatte. Züge im Teilstück bei Schönwald fuhren „auf Sicht“ und somit geschwindigkeitsreduziert. Beide Richtungsfahrbahnen der A93 waren zur Sachverhaltsaufnahme komplett gesperrt, weshalb es sich unvermeidlich staute. Ableitungen wurden eingerichtet.
In den Morgenstunden des darauffolgenden Samstags setzten gegen 5 Uhr erneut Autofahrer auf der A93 bei Schönwald den Notruf ab. Sie beschrieben einen oberkörperfreien Mann, der auf dem Standstreifen gelaufen sein soll. Polizeistreifen fuhren daraufhin sofort auf die A93 und trafen den Mann dort an. Hierbei konnten die Beamten einen 47-jährigen Ukrainer festnehmen. Der Mann blutete am Unterarm, weshalb er zunächst in ein Krankenhaus transportiert wurde. Die Hintergründe des gefährlichen Verhaltens des 47-jährigen Ukrainers sind Gegenstand der Ermittlungen.
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