++ redaktioneller Hinweis: Patienten und Privatpersonen des Klinikums sind zu Pixeln ++
Am Mittwochabend (09.07.2025) kam es im Bereich des Bahnhofs Cham (Oberpfalz) zu einem Großeinsatz, nachdem bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe entdeckt wurde. Ein Baggerfahrer stieß im Rahmen von Erdarbeiten auf das gefährliche Relikt. Bei der Bombe handelt es sich um eine englische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem Gewicht von 250 Kg. Durch die Baggermaßnahmen vor Ort wurde die Bombe bewegt, wodurch unklar ist, ob sich der Langzeitzünder in der Bombe betätigt hat. Der Landrat hat den Katastrophenalarm ausgerufen, da eine direkte Gefahr für Leib und Leben in großer Anzahl besteht.
Der Bereich um den Fundort wurde umgehend weiträumig abgesperrt. Betroffen von der Maßnahme sind neben dem Bahnhof auch ein nahegelegenes Krankenhaus, die örtliche Polizeidienststelle sowie der Bahnverkehr. Der Zugbetrieb in und um Cham wurde vollständig eingestellt.
Inzwischen sind mehrere Hundert Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polizei im Einsatz. Eine groß angelegte Evakuierung wurde eingeleitet, die sowohl das in der Nähe befindliche Krankenhaus als auch umliegende Wohnhäuser betrifft.
Nach ersten Erkenntnissen müssen circa 2500 Bewohner in einem Umkreis von 700 Metern evakuiert werden.
Gegen 5:30 Uhr konnte am Donnerstagmorgen Entwarnung gegeben werden. Der Kampfmittelräumdienst hat nach einigen Problemen die Bombe erfolgreich entschärft. Nun beginnt für den Rettungsdienst ein Rücktransport der Patienten des Klinikums und des Seniorenheims. Insgesamt wurden durch den Rettungsdienst in den Notunterkünften zwischen 600 und 1000 Patienten betreut. Insgesamt waren allein aufseiten des Rettungsdienstes 350 Einsatzkräfte mit 118 Einsatzfahrzeugen vor Ort.
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