Auch am Dienstag (01.07.2025) klettert das Thermometer in Bayern weit über 40 Grad in der Sonne. Selbst den Rindern und Kühen von Junior Landwirtin Christina Lippoldt aus dem Landkreis Kelheim wird das zu viel. Die coole Ideen der Landwirtin aus Niederbayern. Sie kühlt ihre Kühe mit einem handelsüblichen Rasensprenger ab. Die Idee hatte dabei sein Bruder Miro Lippoldt. Die Tiere, nehmen es skeptisch aus. „Das Wasser ist halt auch sehr kalt, was hier aus der Leitung kommt. Wir hätten da als Menschen wohl auch keine Lust drauf, im ersten Moment“, so die 26-Jährige. Danach lockt es die Tiere aus Neugierde immer wieder mal zum kühlen Nass. Ein wohltuender Kontrast zur drückenden Hitze, die in vielen Regionen derzeit für Hitzestress bei Nutztieren sorgt. Kühe sind besonders empfindlich, wenn es zu warm wird: „Sie haben eine Körpertemperatur von etwa 38,5 Grad und können nicht effektiv schwitzen. Schon ab 24 Grad Außentemperatur wird es für sie kritisch“, erklärt Lippoldt. Neben dem Rasensprenger sorgt die Landwirtin auch für ausreichend Schattenplätze, frisches Wasser und möglichst kurze Zeiten in der prallen Sonne. „Man merkt deutlich, wie die Tiere entspannter sind, wenn sie sich zwischendurch abkühlen können.“
Kühe und Rinder leiden bei hohen Temperaturen unter Hitzestress, da sie nur begrenzt schwitzen können. Ab etwa 24 °C wird es für sie belastend – besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit. Um sich abzukühlen, atmen sie schneller, trinken mehr Wasser und suchen Schatten oder luftige Plätze. Landwirte helfen oft mit Ventilatoren, Duschanlagen oder Weidezugang in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Ausreichend Wasser, gute Belüftung im Stall und hitzetolerante Fütterung sind entscheidend, um die Tiere gesund zu halten.
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