15.05.2019 - Gefell - News Nr.: 15511
Großbrand in Wohnhaus und Scheune: 9-jähriger Bub versuchte noch die Flammen zu löschen
Junge kann Flammen nicht löschen und wird bei dem Versuch leicht verletzt - Feuerwehr sieht Rauchschwaden bereits auf der Anfahrt - Dachstuhl von Scheune und Haus standen in Vollbrand - Feuerwehr kann Hunde aus dem Gebäude retten - Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht an - Vater berichtet von Anrufen der Nachbarn, die ihm vom Brand berichten - "Man hat da keine Gedanken, man reagiert nur noch", erzählt Uwe Röthiger, der Vater des Jungen und Bewohner des Hauses - "Ich lebe, die ganze Familie lebt", erzählt der Vater weiter

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Rauchschwaden über Gebersreuth (Lkr. Saale-Orla-Kreis) liesen am Mittwochabend (15.05.2019) nichts Gutes vermuten. Auch die anfahrenden Feuerwehren machten sich schon auf einen Brand gefasst. Als die ersten Kräfte dann im Ortsteil von Gefell eintrafen, steht bereits das Dach einer angebauten Scheune in Flammen.

Ein neunjähriger Bub, der noch in der Nähe des Gebäudes war und vergeblich versucht hatte, die Flammen zu löschen konnte an den Rettungsdienst übergeben werden. Glücklicherweise wurde er nur leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Auch zwei Hunde, die noch im Wohnhaus waren, konnten durch die Feuerwehr gerettet werden. "Hunde konnten wir im Moment befreien, Katzen haben wir noch nicht gefunden und der Junge wurde leicht verletzt an den Rettungsdienst übergeben", schildert Michael Militzer von der Feuerwehr Gefell die Ereignisse.

Trotz der sofortigen Löschmaßnahmen griffen die Flammen auf das Wohnhaus über, sodass sowohl Scheune als auch Wohnhaus im Vollbrand standen. Die Feuerwehr kämpfte mit zahlreichen Kräften und auch über eine Drehleiter gegen die Flammen. Die Bewohner des Hauses waren bis auf den Jungen nicht zuhause und erfuhren von Nachbarn, dass ihr Haus brennt. "Wir waren in der Arbeit und hatten dann ein Anruf nach dem anderen und unser Junior war zuhause", erzählt Uwe Röthig von den bangen Minuten.

"Uns hat zwar eine ganz liebe Nachbarin hier aus dem Dorf angerufen und hat gesagt: „Er ist in Sicherheit. Er ist wohlauf", aber man hat da keine Gedanken, man reagiert nur noch", beschreibt er seine Erlebnisse. Die Sorgen galten vor allem seinem Sohn, der die Flammen bemerkt hatte und diese sogar noch versuchte zu löschen. "Ich kann auch nicht sagen, wie es weiter geht. Ich lebe, die ganze Familie lebt“, berichtet der von den Ereignissen gezeichnete Vater.

Die Feuerwehr kämpfte bis in die Nacht gegen die Flammen. Erst gegen elf Uhr war der Brand gelöscht. Die Brandwache wird aber die ganze Nacht andauern. Die Brandursache ist noch völlig unklar.


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