08.04.2019 - Georgenberg - News Nr.: 15278
Seit 1976 verschwunden: Polizei sucht nach damals zwölfjähriger Monika Frischholz
Mädchen verließ Elternhaus, um sich mit Jungen zu treffen und kam nicht mehr zurück – Cold Case-Ermittlungen waren nie eingestellt – Neugegründete EG Froschau beginnt mit forensische Grabungen – Ermittler konnten möglichen Ablageort der Leiche herausfinden – Beamte gehen von Mordfall aus - Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort

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Mit Bekanntgabe vom Dezember 2018 hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.Opf. die „EG Froschau“ gegründet, welche das Verschwinden und den möglichen Tod der seit über 42 Jahren in Flossenbürg abgängigen zwölfjährigen Monika Frischholz aufklären soll. Von der These, dass das Mädchen ermordet wurde, rückt die Ermittlungsgruppe weiterhin nicht ab. Heute finden erste Grabungsarbeiten an einem möglichen Ablageort der Leiche südlich von Waldkirch statt.

Am 25. Mai 1976, gegen 15:30 Uhr, wurde die damals zwölfjährige Monika Frischholz in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Gegen 15:15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im Stieberweg und ging Richtung Floßer Straße. Dort bog sie nach links ab und ging die Floßer Straße bergab. Ihren Eltern sagte sie, dass sie spazieren gehen wolle - tatsächlich, so sind sich die Ermittler sicher, wollte sich das Mädchen mit einem Jungen treffen. Durch Zeugenhinweise der damaligen, aber auch der heutigen Zeit konnten die Ermittler ihren Fußweg bis zu der Abzweigung nach Waldkirch rekonstruieren. Von dort ging die Suche der „EG Froschau“ nach Monika Frischholz weiter.

Nach einer Vielzahl von wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung beginnt am Montag (08.04.2019)  die Suche nach dem Leichnam von Monika Frischholz. Die Ermittler der Weidener Kriminalpolizei konnten durch ihre Arbeit einen potentiellen Ablageort der Leiche herausarbeiten und graben seit heute Morgen an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg (Lkr. Neustadt a. d. Waldnaab).

Unterstützt werden die Kriminalbeamten der EG Froschau von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen. So sind unter anderem. Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf., der sogenannten Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg, der Operativen Fallanalyse Bayern, der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg eingebunden.

Ob und inwieweit die forensischen Grabungen zu einer Auffindung von menschlichen Überresten oder Beweismitteln führen werden ist noch vollkommen offen. Nähere Erläuterungen der Erkenntnisse, welche zur Grabung an diesem Ort geführt haben, können mit Blick auf das laufende Verfahren nicht gegeben werden.


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