06.03.2019 - Kraftshofer Forst - News Nr.: 15063
Zumindest der Schutzengel war nüchtern
Schwere Mercedes GLE-Karosse donnert in Waldstück gegen Bäume - Motorblock wird herausgerissen und schleudert auf Bundesstraße - Einsatzkräfte finden leeren SUV vor und starten Personensuche - Betrunkener Fahrer flüchtete von Unfallstelle und kann durch Polizei aufgegriffen werden

© NEWS5 / Merzbach

Fahre nicht schneller, als dein Schutzengel fliegen kann. Der Fahrer eines schweren Mercedes GLE hat diesen Leitspruch in den frühen Mittwochmorgenstunden (06.03.2019) bis auf das Äußerste ausgereizt. Er war mit dem modernen SUV Coupé auf der B2 von Nürnberg kommend in Richtung Heroldsberg (Lkr. Erlangen-Höchstadt) unterwegs. 

Ausgangs einer langgezogenen Rechtskurve verlor er die Kontrolle über das Auto und rutschte nach rechts von der Straße. Hier prallte er im Graben gegen mehrere Bäume. Die Wucht war dabei so enorm, dass nicht nur ein Vorderrad abgerissen, sondern auch der komplette Motorblock herausgeschleudert wurde und auf der Straße liegen blieb. Doch von dem Fahrer fehlte bei Eintreffen der Feuerwehr jede Spur.

Sofort begannen die Kameraden das nähere Umfeld um die Unfallstelle abzusuchen. Denn angesichts der schweren Schäden am Auto konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der Fahrer unter Schock stehend durch das angrenzende Waldstück irren könnte. Zeitgleich ermittelte auch die Polizei mit Hochdruck und konnte den Mann tatsächlich stellen. Er war vom Unglücksort vermutlich nach Hause geflohen. Einen Grund für sein Verschwinden fanden die Beamten auch: Nach Auskünften vor Ort soll er stark alkoholisiert gewesen sein.

Um später zweifelsfrei herausfinden zu können, wer der Fahrer war, nahm die Polizei im Mercedes DNA-Spuren und sicherte auch den ausgelösten Airbag. Ein Blick auf die Tachonadel bestätigte, was das Unfallbild bereits andeutete: Der Mann war wohl mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs. Die Tachonadel blieb nach dem heftigen Aufprall bei 110 Stundenkilometer stehen, obwohl in dem Bereich ein Tempolimit von 80 gilt. Wie schnell der Wagen tatsächlich beim Crash unterwegs war, müssen die weiteren Untersuchungen zeigen. Die Feuerwehr aus Heroldsberg sicherte die Bundesstraße ab und half bei der Bergung des total beschädigten Fahrzeuges samt Motor.


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