28.01.2019 - Wörth an der Donau - News Nr.: 14837
Rettungshubschrauber unfreiwillig auf Abwegen
Schwertransporter rutscht aufgrund von technischem Defekt auf der A3 teilweise in den Graben - Schätzungsweise 500 Meter Leitplanke niedergewalzt - Aufgeladener und 3,2 Millionen Euro teurer Rettungshubschrauber drohte abzurutschen - Kran verleiht Heli Flügel und hebt ihn auf Ersatzlaster

© NEWS5 / Auer

Wenn ein Hubschrauber auf der Straße fährt, dann ist das für ihn durchaus ungewohntes Terrain. Äußerst unsanft endete dieser ungewöhnliche Ausflug für einen Eurocopter der norwegischen Luftrettung am frühen Montagmorgen auf der A3. Zwischen Kirchroth und Wörth a.d. Donau (Lkr. Regensburg) war das 3,2 Millionen teure Fluggerät auf einem polnischen Schwertransport unterwegs. 

Vermutlich aufgrund eines technischen Defekts scherte die steuerbare Hinterachse plötzlich nach rechts aus. Nach Angaben des Bergedienstes walzte der Tieflader die Außenleitplanke auf einer Länge von 500 Metern nieder und geriet dabei immer mehr in die Böschung. Kurz, bevor dieser komplett abrutschte, blieb der Lastwagen auf der rechten Spur stehen. 

Für die Bergung des Schwertransports samt seiner wertvollen Ladung war ein Spezialunternehmen notwendig. Hierzu musste die Autobahn immer wieder zeitweise gesperrt werden. Ein Kran verlieh dem EC135 kurzerhand "Flügel" und hob ihn auf einen Ersatzlaster, wo er zunächst begutachtet wurde. Der Hersteller Airbus hatte extra einen Monteur zur Unfallstelle entsandt, welcher die Bergung beobachtete und den Hubschrauber mit einer speziellen Hebevorrichtung ausrüstete, um diesen ohne Schäden zu bergen. 

Bevor der Tieflader wieder auf die Straße gehoben werden konnte, musste die unter diesem verkeilte Leitplanke entfernt werden. Hier entstand höherer Schaden, der aber noch nicht genauer beziffert werden konnte. Der Verkehr staute sich während der Bergung auf mehrere Kilometer.


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