10.01.2019 - Köditz - News Nr.: 14703
„Man macht dann halt sein Schema, was im Kopf abläuft“
Zwei Schwerstverletzte nach Frontalkollision – Audi landet teilweise im Straßengraben – Kombi infolgedessen von Straße ins Gebüsch geschleudert – Freiwillige Feuerwehr muss Audi-Fahrer mit Rettungsspreizer aus Fahrzeugwrack befreien – „Es ist halt der Dienst am Nächsten“

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Die Sirene geht oder der Pager löst aus, sobald bei der Feuerwehr Köditz (Lkr. Hof) ein Einsatz anliegt. Immer mit dabei ist auch der zweite Kommandant Jörg Baumann. „Für mich ist es wichtig, dass bei meinem Hobby, was ich eben ausübe, auch jemandem helfen kann und das macht die Feuerwehr in dem Sinn für mich“, erzählt der erfahrene Kamerad. Der nächste Einsatz kommt schneller als gedacht und so alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr am Donnerstagabend (10.01.2019) zu einem Verkehrsunfall auf die B173 zwischen Hof und Köditz.

Baumann sitzt auf dem ersteintreffenden Fahrzeug und verschafft sich erst einmal einen Überblick über die Lage: „Einerseits auf der linken Seite den schwarzen Pkw gesehen, auf der rechten Seite im Gebüsch bei den Bäumen den roten Pkw“. Nach einer ersten Erkundung steht fest, der Fahrer des roten Kombis befindet sich bereits in rettungsdienstlicher Behandlung. Der Fahrer des schwarzen Audis hingegen ist noch in seinem Fahrzeug eingeschlossen.

„Man macht dann halt sein Schema, was im Kopf abläuft und versucht dann natürlich möglichst schnell und gerecht ihn rauszuholen“, erklärt der stellvertretende Kommandant. Fix unterbauen die Kameraden das Fahrzeug, damit es sich nicht mehr bewegen kann, weil es schief im Straßengraben hängt. Im Anschluss kommt der Rettungsspreizer zum Einsatz, um die verzogene Tür zu öffnen. Kurze Zeit später ist der Fahrer schwerverletzt befreit und den Kollegen des Rettungsdienstes übergeben. Insgesamt gibt es zwei Schwerverletzte, nach Angaben von der Unglücksstelle. 

Nun gilt es noch weiterhin die Unfallstelle abzusichern, bis die Polizei mit der Unfallaufnahme fertig ist und der Abschlepper die Fahrzeugwracks abgeholt hat. Wie der Unfall passieren konnte ist allerdings noch unklar. Zusätzlich binden die Feuerwehrler noch auslaufende Betriebsstoffe ab und übernehmen verkehrsleitende Maßnahmen. Ein Einsatz, wie er für Baumann selbstverständlich ist: „Es ist halt der Dienst am Nächsten“.


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