31.12.2018 - Kirchdorf - News Nr.: 14622
Feuerschein erhellt den Nachthimmel
Flammen schlagen meterhoch aus dem Gebäude (on tape) – Holzschuppen steht außerhalb geschlossener Ortschaft in Vollbrand – Kameraden können nur noch von außen Löschen – Pendelverkehr für effektive Wasserversorgung eingerichtet – Brandursache noch unklar, jedoch ausschließlich Holz im Objekt gelagert – Bagger muss Überreste zum Ablöschen auseinanderziehen

© NEWS5 / Auer

Gegen zwei Uhr am Montagmorgen (31.12.2018) ging Alarm bei der Feuerwehr Kirchdorf (Lkr. Kelheim) ein. Rund drei Stunden nach der Brandmeldung in Thaldorf, stand außerhalb von Kirchdorf ein großer Holzschuppen in Flammen. Diese schlugen meterhoch in den Himmel, weshalb die Kräfte bereits auf der Anfahrt den Feuerschein schon sehen konnten.

„Als wir hier ankamen, mit unseren beiden Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr Kirchdorf, stand der Holzschuppen schon in kompletten Vollbrand“, berichtet Michael Schiller, Kommandant der Feuerwehr Kirchdorf. „Da war jetzt vom Löschen her kein großer Erfolg mehr zu erzielen, das war uns gleich klar“, so Schiller weiter. Für den Außenangriff jedoch standen die Kameraden vor einem weiteren Problem – die Wasserversorgung außerhalb geschlossener Ortschaft. Dadurch, dass kein Hydrant in der Nähe war, wurde ein Pendelverkehr mit benachbarten Feuerwehren eingerichtet.

Trotzdem gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. „Bei so einem Brand kann man also nie komplett ablöschen, auf den ersten Schwung“, erklärt der erfahrene Feuerwehrler. „Das ist wie ein ganz großer Ofen, da ist wahnsinnig viel Energie in dem brennenden Holz drin. Das waren aufgerichtete Holzblöcke sozusagen und die mussten wir jetzt erst auseinander räumen“, so Schiller. Deswegen forderten die Einsatzkräfte einen Bagger von einem nahegelegenen Bauunternehmen an, der die Überreste auseinanderzog. Selbst hierbei loderten die Flammen noch meterhoch in den Himmel und die Kameraden standen direkt neben dem Bagger, um die Löscharbeiten fortzuführen.

Ebenso wie in Thaldorf ist hier die Brandursache noch unklar, jedoch hat Michael Schiller einen Gedanken hierzu: „Mit gesundem Menschenverstand kann man sich jetzt eigentlich vorstellen, es hat den ganzen Tag geregnet, dass da jetzt eigentlich nur Fremdverschulden vorliegen kann, weil außerhalb der Ortschaft, da muss vermutlich jemand nachgeholfen haben. Von alleine hat das nicht gebrannt, da war nur Holz im Schuppen gelagert und sonst nichts“. Ob sich die These des Kommandanten bestätigt, zeigen dann im weiteren Verlauf die Ermittlungen der Polizei.



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