26.12.2018 - Erlenbach am Main - News Nr.: 14604
Drama am Weihnachtsfeiertag: 41-jähriger nach Schussverletzung im Krankenhaus
28-jähriger Bekannter feuerte bei Auseinandersetzung Waffe ab – Opfer in Oberbauch getroffen und schwer verletzt – Täter stellt sich den Beamten am Folgetag – Polizei leitet im Vorfeld Öffentlichkeitsfahndung nach Tatverdächtigem ein - Beschuldigter vorläufig festgenommen

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Weihnachten, die Zeit der Besinnlichkeit und Freude, jedoch nicht am ersten Feiertag (25.12.2018) in Erlenbach am Main im Landkreis Miltenberg. Ein Streit zwischen Bekannten eskalierte in einem Mehrfamilienhaus in der Kolpingstraße. Die Folge davon, ein 41-jähriger mit Schussverletzung im Oberbauch und ein flüchtiger 28-jähriger Tatverdächtiger. Am Mittwoch (26.12.2018) leitete die Staatsanwaltschaft deswegen eine Öffentlichkeitsfahndung ein.

Was genau sich gegen 17 Uhr im Treppenhaus des Gebäudes abspielte, ist bislang noch unklar. Jedoch berichteten laut Polizeiangaben Zeugen von einem Streit, bevor der Schuss fiel. Kurz nach 17 Uhr erhielt die Einsatzzentrale der unterfränkischen Polizei die Mitteilung, dass ein Mann in der Kolpingstraße eine Schussverletzung erlitten haben soll. Sofort fuhren mehrere Streifenwagenbesatzungen die Örtlichkeit an und umstellten das Gebäude, nachdem unklar war, ob sich der Täter noch im Anwesen befindet.

Vor dem Mehrfamilienhaus im Eingangsbereich lag der 41-jährige mit einer Schussverletzung im Oberbauch. Dieser war nach bisherigen Ermittlungen aus einer scharfen Waffe abgegeben worden. Das Opfer erlitt dadurch schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. Der Mann wurde nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der 28-jährige Tatverdächtige hingegen war bereits vor dem Eintreffen der Beamten flüchtig. Bislang ist noch unklar, weshalb es zu der Auseinandersetzung kam. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich der vermeintliche Täter und das Opfer vor der Tat kannten und es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt im Bekanntenkreis handelt. Bislang blieben die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizei erfolglos. Weshalb sich die Staatsanwaltschaft dazu entschloss eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem flüchtigen, dringenden Tatverdächtigen einzuleiten.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor dem Flüchtigen, denn er könnte immer noch bewaffnet sein. Beim Antreffen des Tatverdächtigen, der zur Tatzeit eine schwarze Hose und eine schwarze Jacke trug, rund 170 cm groß ist, dunkle, kurze Haar hat und schlank ist, wird darum gebeten nicht selbst zu handeln, sondern umgehend den Notruf zu wählen.

Update 26.12.2018: Tatverdächtiger stellt sich selbst der Polizei. Vorführung beim Haftrichter für Donnerstag geplant



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