08.11.2018 - Buchenberg - News Nr.: 14389
47-Jähriger nach Vollbrand einer Lagerhalle vermutlich tot aufgefunden
Nachbarin nimmt Schrei und darauffolgende Rauchentwicklung wahr - Einsatzkräfte finden den Hund und das Auto des 47-Jährigen vor der Halle - Feuerwehr findet bei Nachlöscharbeiten leblosen Körper - Ursache für das Unglück noch völlig unklar - Acht Feuerwehren kämpfen gegen den Vollbrand in der Lagerhalle - Kriseninterventionsteam sowie Bürgermeister der Marktgemeinde vor Ort

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Dramatische Szenen spielten sich am Donnerstagnachmittag (08.11.2018) in Kreuzthal (Lkr. Oberallgäu) ab. Dort vernahm eine Anwohnerin eines wirtschaftlichen Anwesens auf einmal einen lauten Schrei. Kurz darauf bemerkte sie die Rauchentwicklung, welche von einer Lagerhalle ausging. 

Neben einem Aufgebot von 60 Kameraden der umliegenden Feuerwehren, machte sich auch ein Rettungshubschrauber auf den Weg zur Einsatzstelle. Beim Anflug konnte bereits eine dichte Rauchwolke festgestellt werden, welche zum Himmel aufstieg. Sofort begannen die Floriansjünger gegen die Flammen zu kämpfen, wozu sie auch Löschwasser aus der vorbeifließenden Eschach abpumpten. Die Maßnahmen der Feuerwehr waren zu Beginn nur über einen Außenangriff vom Boden und mithilfe einer Drehleiter möglich, weil für die Lagerhalle Einsturzgefahr bestand. Noch während des Löscheinsatzes ergaben sich Hinweise, dass sich noch ein Mann in dem Gebäude befand. Der VW Bus des Mannes, in dem sich noch sein Hund sowie die persönlichen Dokumente befanden, stand in der Nähe der Halle.

"Nach derzeitigem Kenntnisstand wird momentan der 47-jährige Eigentümer dieser Lagerhalle vermisst", sagt Andreas Ruepp von der Polizeiinspektion Kempten. Nach dem Ablöschen des Brandes begann die Suche nach dem vermissten Mann. Während der Nachlöscharbeiten fand die Feuerwehr eine leblose Person auf. Die Polizei geht nach derzeitigen Erkenntnissen davon aus, dass es sich bei dem Toten um den Vermissten handelt. Hierzu wurde die komplett abgebrannte Halle durch einen Bagger kontrolliert abgetragen. In dem Gebäude, welches als Produktionsstätte für Hackschnitzel und als Abstellplatz für Wohnwagen genutzt wurde, befand sich auch eine privat genutzte Kraftfahrzeugwerkstatt. 

Die Ermittlungen zur noch unklaren Brandursache übernahm die Kemptener Kriminalpolizei. Im Einsatz befand sich auch das Kriseninterventionsteam, um den Angehörigen des Vermissten Beistand zu leisten. Am Gebäude selbst entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von über 100.000 Euro.


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