15.10.2018 - Bernhardswald - News Nr.: 14271
Waldbrand: Durch trockenen Boden auch im Herbst jederzeit möglich
Kameraden müssen Feuer auf rund 60.000 Quadratmetern bekämpfen – Wasserversorgung nur über lange Wegstrecken und im Pendelverkehr möglich – Dunkelheit macht Feuerwehr zu schaffen: „Es ist natürlich schwierig bei der Nacht, hier Löscharbeiten durchzuführen, es ist unwegsames Gelände in dem wir uns befinden“

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Waldbrand ist ein Begriff, der eigentlich von vielen mit den Sommermonaten assoziert wird. Dass es aber auch im Herbst zu einer Flammenausbreitung im Wald kommen kann, zeigte sich in der Nacht zu Montag (15.10.2018) im Landkreis Regensburg, in der Nähe von Kürn, rund drei Kilometer von Pettstadt entfernt. Hier geriet eine Fläche von rund 300 x 200 Metern in Brand. Die Kameraden hatten bei den Löscharbeiten nicht nur mit der Wasserförderung zu kämpfen, sondern auch mit der Dunkelheit.

„Das ist dadurch bedingt, dass im Endeffekt die Trockenheit da ist und das alles im Endeffekt strohtrocken ist, auch im Wald und auch die geringen Niederschläge in der Vergangenheit haben da nichts begwegt. Dahingehend ist das alles hochbrisant“, erklärt Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer. Er weiß um die Gefahren, die zu jederzeit einhergehen und zu einem Waldbrand führen können. Natürlich haben die Kameraden auch um diese Jahreszeit ein Problem mit der Wasserversorgung, die sich immer bei so einem Geschehen stellt. Zusätzlich zu den Tanklöschfahrzeugen, die eine gewisse Menge Wasser an Board haben, wurde eine Schlauchleitung von Seibersdorf aus dem Hydrantennetz bis zur Einsatzstelle verlegt.

Den Brand selbst hatten die Kameraden dann schnell unter Kontrolle, jedoch galt es die überall im Wald verteilten Glutnester zu finden. Mit Harken gruben die Männer den Boden auf, um die rauchenden Stellen abzulöschen. Die Dunkelheit macht dabei natürlich zusätzlich zu schaffen: „Es ist natürlich schwierig bei der Nacht, hier Löscharbeiten durchzuführen. Es ist unwegsames Gelände in dem wir uns befinden.“, erklärt Scheuerer die zusätzliche Belastung für seine Leute. Jedoch arbeiteten die rund 160 Kräfte der verschiedenen Wehren den Einsatz trotz aller Schwierigkeiten souverän ab und konnten so eine Brandausbreitung verhindern.



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