24.03.2026 - Jülich - News Nr.: 41310
Castor-Transport in Nordrhein-Westfalen: Großes Polizeiaufgebot sichert Atommüll-Fracht ab
"Geheime" Transportroute durch detaillierte Flugsverbotszone enttarnt - Kundgebung von Atomkraftgegnern - Atommüll auf dem Weg ins Münsterland

© NEWS5 / Joachim Kollednigg

In Nordrhein-Westfalen standen am Dienstag (24.03.2026) umstrittenen Castor-Transporte mit hochradioaktivem Atommüll unmittelbar bevor. Der Transport von insgesamt 152 Behältern aus dem ehemaligen Versuchsreaktor in Jülich in das rund 170 Kilometer entfernte Zwischenlager nach Ahaus soll einzeln auf der Straße erfolgen. Kurz vor dem erwarteten Start sorgte eine ungewollte Panne bei den Behörden für großes Aufsehen. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat offenbar versehentlich die streng geheime Route der Transporte im Internet verraten. Durch die Einrichtung einer detaillierten Flugverbotszone für Drohnen auf einer offiziellen Plattform wurde der genaue Streckenverlauf über die Autobahnen für die Öffentlichkeit sichtbar. Diese Verbotszone gilt bis Ende März und wird offiziell mit einem polizeilichen Großeinsatz in Nordrhein-Westfalen begründet. Anti-Atomkraft-Initiativen sehen das ohnehin massiv kritisierte Sicherheitskonzept durch diesen Leak endgültig als gescheitert an. Entlang der vermuteten Strecke und an den Standorten Jülich sowie Ahaus rüsten sich Aktivisten bereits für umfangreiche Protestaktionen und Mahnwachen. Die Polizei bereitet sich derweil auf einen enormen Großeinsatz vor, um die hochsensible Fracht gegen mögliche Widerstände abzusichern. Zeitgleich versucht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland weiterhin, die Atommüll-Fahrten kurzfristig noch auf juristischem Weg zu stoppen.


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