23.02.2026 - Würzburg - News Nr.: 40895
Messerangriff auf Stand der Zeugen Jehovas am Würzburger Hauptbahnhof: Drei Verletzte, Passanten greifen ein
35-jähriger Afghane geht mit Messer auf Passanten los - Polizei stellt Verdächtigen mithilfe von Passanten am Bahnhofsvorplatz - Drei Personen leicht verletzt - Ziviler Polizist und Passanten überwältigen den Mann

© NEWS5 / Pascal Höfig

Update von Dienstag (24.02.2026):

Wie die Polizei am Dienstag bekanntgab, wurde der 35-jährige Tatverdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft noch am Montagnachmittag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Dieser ordnete auf Grund des dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes und der versuchten Gefährlichen Körperverletzungdie Untersuchungshaft an. Der Mann befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft zu den Hintergründen der Tat und dem Tatablauf werden unterdessen mit Hochdruck weitergeführt.


Am Montagvormittag (23.02.2026) ist es am Hauptbahnhof Würzburg zu einem versuchten Tötungsdelikt gekommen. Nach aktuellem Ermittlungsstand hielt sich ein 35-jähriger afghanischer Staatsangehöriger gegen 7.50 Uhr in der Eingangshalle auf. Dort trat er an einen Stand der Zeugen Jehovas heran und führte unvermittelt mehrere Stichbewegungen mit einem Messer in Richtung eines 68-jährigen Mannes aus. Zudem ging er einen 55-Jährigen und einen 51-Jährigen körperlich an.

Mehrere unbeteiligte Passanten, darunter ein Polizeibeamter in Zivil, griffen sofort ein und konnten den Mann überwältigen. Eine Streife der Bundespolizei traf kurz nach dem ersten Notruf ein und nahm den Tatverdächtigen vorläufig fest. Auch mehrere Streifen der Würzburger Polizei waren umgehend im Einsatz.

Die drei angegriffenen Männer wurden leicht verletzt, erlitten jedoch keine Stich- oder Schnittverletzungen. Sie werden derzeit betreut. Der Bereich um den Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Die Kriminalpolizei Würzburg hat noch vor Ort die Ermittlungen übernommen. Neben Spurensicherungsmaßnahmen werden Videoaufzeichnungen des Bahnhofs ausgewertet. Zudem wird die Wohnung des 35-Jährigen durchsucht. Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf und zu den Hintergründen dauern an. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach derzeitigen Erkenntnissen nicht. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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