08.01.2026 - Roth - News Nr.: 40211
Nach mutmaßlichem Cyberangriff: Klinikum Roth trennt Internetverbindung und schaltet auf Analogbetrieb
Klinik reagiert auf möglichen Hackerzugriff - IT-Sicherheitsexperten und LKA ermitteln - Notaufnahme vorübergehend abgemeldet - Betrieb läuft teils mit analogen Verfahren weiter

© NEWS5 / Lars Haubner

Nach einem mutmaßlichen Hackerangriff auf die IT-Systeme des Klinikum Roth am Donnerstag (08.01.2026) haben Verantwortliche vorsorglich die Internetverbindung der Klinik getrennt. Hintergrund ist der Verdacht auf einen unbefugten externen Zugriff auf das interne Netzwerk.

Infolge der Sicherheitsmaßnahmen musste die Notaufnahme zeitweise abgemeldet werden, da wichtige digitale Abläufe - unter anderem im Bereich der Bildübertragung - nicht zur Verfügung standen. Rettungsdienste wurden vorübergehend gebeten, Patienten in umliegende Krankenhäuser zu bringen. Die stationäre Versorgung sowie der Betrieb des Medizinischen Versorgungszentrums liefen weiterhin, da diese Bereiche auf getrennten IT-Systemen basieren.

Der Klinikbetrieb wurde währenddessen auf analoge Verfahren umgestellt. Ermittlungen zum möglichen Cyberangriff laufen derzeit durch das Bayerische Landeskriminalamt sowie externe IT-Forensiker. Ob Daten abgeflossen sind, ist aktuell Gegenstand der Untersuchungen. Die vollständige Wiederanbindung der IT-Systeme an das Internet soll erst erfolgen, wenn alle Prüfungen abgeschlossen sind und die Sicherheit der Systeme gewährleistet ist.

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