In der Nacht von Donnerstag (01.01.2026) auf Freitag (02.01.2026) ist es entlang der Elbe in Hamburg zu Überschwemmungen gekommen. Am Hamburger Fischmarkt stand das Wasser nach Beobachtungen vor Ort stellenweise rund 30 Zentimeter hoch, auch Flächen am Museumshafen waren betroffen. Der Parkplatz in Neumühlen war komplett überflutet.
Polizeikräfte schauten nach dem Rechten und kontrollierten die Lage in den betroffenen Bereichen. Die DLRG aus Bergedorf nutzte die erste Sturmflut des Jahres für ein Training. „Wir sind aus Bergedorf hergekommen und wollten die erste Sturmflut direkt nutzen, um ein bisschen zu üben“, sagte Leif Gebau (DLRG Hamburg-Bergedorf). Los ging es demnach gegen 10 Uhr in Bergedorf.
Beim Training ging es vor allem um Sicherheit auf überfluteten Flächen. „Mit den Stangen prüfen wir, ob unter Wasser Hindernisse oder tiefe Löcher sind – wie ein Gehstock“, erklärte Gebau. Gerade an Kanten könne es gefährlich werden: „Da ist schnell eine Kaimauer oder ein Absatz – und dann ist man plötzlich weg.“
Das Wasser sei dabei vor allem eines: „Ehrlicherweise sehr kalt – die Füße werden schnell kalt, lange hält man das nicht aus“, so Gebau. Mit Blick auf frühere Sturmfluten sagte Gebau: „In manchen Jahren sind wir mit dem Schlauchboot sogar um die Fischauktionshalle gefahren.“
Hintergrund sind Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Sturmböen in Norddeutschland. Für Nordseeküste, Wesermündung und Elbe galt außerdem eine Sturmflutwarnung, auch Glätte sei gebietsweise möglich. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sagte deutlich erhöhte Wasserstände voraus. Demnach sollte das Hochwasser im Elbegebiet etwa 1,5 bis 2,0 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten.
Der Hochwasserscheitel wurde für Freitag (02.01.2026) gegen 02.35 Uhr am Pegel St. Pauli mit +3,6 bis +4,1 Metern über Normalhöhennull erwartet – entsprechend 1,50 bis 2,00 Meter über dem mittleren Hochwasser.
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