22.12.2025 - Hamburg - News Nr.: 39968
Auto rammt Linienbus nach Flucht vor Polizei – Person im Pkw eingeklemmt
Großeinsatz am Montagabend in Hamburg-Bramfeld: Fahrer reagiert nicht auf Anhaltesignale und flüchtet – Linienbus mit 19 Personen besetzt – Busfahrer leicht verletzt – drei Leichtverletzte in weiterem beteiligten Pkw – in geflohenem Pkw eine Person schwer eingeklemmt – umfangreiche Rettung durch die Feuerwehr – Straße gesperrt

© NEWS5 / René Schröder

Am Montagabend (22.12.2025) ist es in Hamburg-Bramfeld auf der Straße Barmwisch gegen 20:39 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen gekommen. Nach ersten Informationen reagierte ein Autofahrer nicht auf Anhaltesignale der Polizei und flüchtete.

Im fließenden Verkehr soll das Fahrzeug versucht haben, zwischen einem weiteren Pkw und einem Linienbus hindurchzufahren. Dabei kam es zur Kollision, in deren Folge mehrere Fahrzeuge beteiligt waren. Der Linienbus prallte zudem gegen einen Laternenmast.

Der Linienbus war mit 19 Personen besetzt. Der Busfahrer wurde leicht verletzt, 18 Fahrgäste blieben unverletzt. In einem weiteren beteiligten Pkw wurden drei Personen leicht verletzt.

In einem zweiten Pkw, der zuvor geflüchtet sein soll, wurde eine Person schwer im Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr musste eine umfangreiche technische Rettung einleiten. Der Rettungsdienst war mit mehreren Kräften im Einsatz, die Polizei sperrte die Straße Barmwisch rund um die Unfallstelle. Warum das Fahrzeug flüchtete und wie genau es zu dem Unfall kam, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Ein Augenzeuge und Unfallbeteiligter schilderte gegenüber NEWS5 die dramatischen Sekunden vor dem Aufprall. Reinhold Rosner (74) war mit seinen beiden Enkeln unterwegs:

„Wir fuhren in die Kurve, da kam uns neben dem Bus plötzlich ein Pkw auf unserer Fahrspur entgegen. Als er halb am Bus vorbei war, hat er gefühlt noch beschleunigt – dann hat es gerumst“, so Rosner.

Durch den Aufprall drehte sich sein Fahrzeug. „Wir haben uns gedreht und sind dann zum Stillstand gekommen – dann war alles vorbei“, berichtete der 74-Jährige. Aussteigen konnte er zunächst nicht: „Eine Frau aus dem Bus hat uns geholfen, ich bin über die Beifahrerseite ausgestiegen.“ Seine Enkel im Alter von 14 und 16 Jahren konnten das Fahrzeug selbstständig verlassen.

Feuerwehrsprecher Steffen Malz bestätigte die besondere Lage an der Einsatzstelle: „Als unsere Kräfte eintrafen, stellte sich die Einsatzstelle als Trümmerfeld dar. Aufgrund der Vielzahl der betroffenen Personen musste zunächst eine medizinische Sichtung durchgeführt werden“, erklärte Malz.

Besonders aufwendig war die Rettung der schwer verletzten Person:
„Diese Person war schwer eingeklemmt und musste mit schwerem hydraulischem und modernem Rettungsgerät befreit werden. Parallel erfolgte eine notärztliche Versorgung“, so Malz weiter. Der Patient sei anschließend schwer verletzt in Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus gebracht worden.

Insgesamt war die Feuerwehr mit rund 40 Einsatzkräften von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie dem Rettungsdienst vor Ort. „Ein Unfall mit Linienbus ist immer eine besondere Herausforderung, da hier von einer größeren Zahl Betroffener ausgegangen werden muss“, betonte der Feuerwehrsprecher.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls und zur mutmaßlichen Flucht aufgenommen.

Erst am 10.12.2025 kam es infolge einer Verfolgungsfahrt auf der Ahrensburger Straße in Hamburg zu einem schweren Unfall. Der damalige Fahrer eines Mercedes missachtete Anhaltesignale der Polizei und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit. Auf Höhe einer Tankstelle verlor der Fahrer die Kontrolle, schleuderte über einen Gehweg und ließ seinen verletzten Beifahrer zurück. Der Fahrer wurde später vorläufig festgenommen.


Unsere Informationsquellen:

  • Reporter vor Ort
  • Feuerwehr vor Ort im O-Ton

© 2002 - 2026 by 5NETWORK / PICTURE5 / Medienhaus Nürnberg / 10nach8 / NEWS5. All rights reserved. / 2.0.0