Am Dienstagmorgen (16.12.2025) kam es auf der Autobahn A9 in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Greding zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken ging gegen 1:15 Uhr ein Notruf bei der Einsatzzentrale ein, in dem ein auffällig langsam fahrender Jaguar gemeldet wurde, der mit etwa 30 km/h auf der Autobahn unterwegs gewesen sein soll.
Rund 20 Minuten später konnte eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Feucht das Fahrzeug in dem genannten Streckenabschnitt feststellen. Die Beamten machten sich mit Blaulicht bemerkbar, woraufhin der Fahrer zunächst beschleunigte, jedoch keine Anstalten machte, anzuhalten. Als sich die Streife vor den Jagaur setzte, beschleunigte der Fahrer plötzlich weiter. Die Polizeibeamten wichen daraufhin auf die mittlere Spur aus. Der Pkw fuhr rechts an der Streife vorbei und prallte mit hoher Geschwindigkeit auf einen vorausfahrenden Lkw.
Durch die Wucht des Aufpralls verkeilte sich der Pkw fast bis zur Hälfte unter dem Lkw und wurde über eine Strecke von rund 150 bis 200 Metern mitgeschleift. Der Lkw-Fahrer steuerte sein Fahrzeug noch auf den Standstreifen, während der Pkw Feuer fing. Polizeibeamte und Ersthelfer versuchten zunächst, den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen, konnten die Flammen jedoch nicht eindämmen. Das Fahrzeug stand kurze Zeit später in Vollbrand. Der Fahrer des Pkw konnte sich nicht mehr aus dem Wagen befreien und kam noch an der Unfallstelle ums Leben.
Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittler davon aus, dass sich nur der Fahrer in dem Jaguar befand. Die Identität des Verstorbenen ist bislang noch nicht abschließend geklärt. Die Umstände des Fahrverhaltens – zunächst sehr langsame Fahrt, anschließend starkes Beschleunigen – geben der Polizei derzeit noch Rätsel auf.
Im Zuge der ersten Rettungsmaßnahmen erlitten zwei Polizeibeamte eine Rauchgasvergiftung und mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben der Polizei geht es ihnen inzwischen wieder gut.
Die Verkehrspolizeiinspektion Feucht hat die Unfallaufnahme übernommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ist ein Unfallsachverständiger vor Ort, der Spuren sichert und den genauen Unfallhergang sowie mögliche Ursachen rekonstruiert. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten werden sich voraussichtlich bis in die Morgen- bzw. Vormittagsstunden hinziehen.
Die A9 ist in diesem Bereich weiterhin erheblich beeinträchtigt. Die Polizei empfiehlt, die Autobahn an der Anschlussstelle Hilpoltstein zu verlassen und die Unfallstelle weiträumig zu umfahren. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, insbesondere für den Schwerlastverkehr.
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