Viele Tierheime in Deutschland setzen auch in diesem Jahr kurz vor Weihnachten einen Vermittlungsstopp durch. Der Schritt soll verhindern, dass Hunde, Katzen oder Kleintiere als unüberlegte Weihnachtsgeschenke verschenkt werden und nach den Feiertagen wieder im Tierheim landen.
Ab dem 20. Dezember werden auch im Tierheim des Hamburger Tierschutzvereins keine Tiere mehr an neue Halter abgegeben. Unser Reporter war bereits am 14. November vor Ort. "Wir machen dieses Jahr ab dem 20. Dezember einen Vermittlungsstopp für unsere Tiere, da wir natürlich nicht möchten, dass unsere Tiere unter dem Weihnachtsbaum landen. Das ist jedes Jahr leider Gottes wieder dasselbe, dass Menschen auf die Idee kommen, Tiere zu Weihnachten zu verschenken, dass die Beschenkten teilweise noch nicht mal was davon wissen. Und nach Weihnachten landen die Tiere dann wieder bei uns", erklärt Janet Bernhardt, die Vorsitzende. Die Situation im Tierheim ist angespannt. Momentan sei man mit etwa 800 Tieren vollbesetzt und könne nur noch im Notfall weitere Tiere aufnehmen. "Das ist natürlich eine ganz große Problematik bei uns, dass wir natürlich in der Zeit, wo wir Vermittlungsstopp haben, eben auch nichts vermitteln können. Und dann staut sich das natürlich bei uns auf", erzählt Frau Bernhardt weiter.
Wie lange der Vermittlungsstopp genau dauern wird, teilt das Tierheim noch mit. Nach aktuellem Stand sollen bis nach Neujahr keine Tiere vermittelt werden. Damit will die Einrichtung nicht nur unüberlegte Weihnachtsadoptionen verhindern, sondern den Tieren auch unnötigen Stress ersparen: Besonders Feuerwerk und Silvesterlärm können in einer neuen, ungewohnten Umgebung für zusätzliche Aufregung sorgen.
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