Elch Emil sorgt weiter für Aufmerksamkeit: Nach seiner wochenlangen Wanderung durch Österreich ist das Tier nun im Bayerischen Wald gesichtet worden. Laut Nationalparkverwaltung hält sich der etwa dreijährige Elch derzeit im Grenzgebiet zwischen dem Nationalpark Bayerischer Wald und dem Šumava-Nationalpark in Tschechien auf. Zuletzt wurde Emil im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau gesehen, wo er die vergangenen Tage durch den Ort Bischofsreut streifte. Möglich macht die genaue Verfolgung ein GPS-Tracker, der am Geweih des Tieres angebracht ist.
Zuvor war Emil in Österreich betäubt und am Rand des Böhmerwaldes ausgesetzt worden, nachdem seine Wanderung durch dicht besiedelte Gebiete als zu riskant eingeschätzt worden war. Christina Schmitt und ihre Arbeitskollegin Katrin Kohn machten dabei eine hautnahe Begegnung. „Wir haben gebremst, gewartet und uns gefragt: Wie verhält man sich denn jetzt gerade bei so einem Elch?“, schildert Filmerin Christina die Situation mit der Agentur NEWS5. Es war ihr erster Abend in der kleinen Gemeinde. Von ihrer Arbeitskollegin wurde sie vom Bahnhof abgeholt. Beide waren unterwegs nach Hause, als sie im Ortskern plötzlich die Begegnung hatten. Auch ihre Freunde und Eltern konnten im Nachhinein die Geschichte nicht glauben: „Im ersten Moment dachten die Leute: Das kann ja gar nicht sein. Aber das Video beweist es!“ Daraufhin riefen die beiden Torsten Mohr an, auch Anwohner und Arbeitskollege: „“Erste dachte ich, die wollen mit verarschen, aber dann bin ich raus mit einer Taschenlampe und habe das Tier in der Straße gesehen.“ Emil legte sich dann in eine Wiese, unweit von Häusern. „Ich hab dem Tier dann gesagt, hier kannst du nicht liegenbleiben, da drüben wohnt ein Jäger. Dann ist der Elch wieder aufgestanden und weitergeangen, als hätte er mich verstanden“, schildert Mohr seine Erlebnisse mit unserem Reporter vor Ort.
Ursprünglich stammt der Elch vermutlich aus Polen oder Tschechien, wo es stabile Bestände gibt. Nun soll er in der Grenzregion ein artgerechtes Leben in freier Wildbahn führen. Die Polizei bittet Autofahrer in den betroffenen Gebieten um erhöhte Vorsicht. Durch seine Größe kann Emil eine ernsthafte Gefahr im Straßenverkehr darstellen. Eine unmittelbare Gefahr für Menschen bestehe jedoch nicht. Die Sichtungen des Elchs sorgen in den sozialen Medien bereits für Begeisterung. Ob der tierische Besucher sich dauerhaft in Bayern niederlässt oder seine Reise bald fortsetzt, bleibt abzuwarten. Nach Angaben der Behörden handelt es sich vermutlich um denselben Elch, der bereits in Tschechien und der Oberpfalz beobachtet wurde. Fachleute gehen davon aus, dass Emil auf Wanderschaft ist – ein Verhalten, das bei jungen Elchbullen durchaus typisch ist. Die Polizei bittet Autofahrer in den betroffenen Gebieten um erhöhte Vorsicht. Durch seine Größe kann Emil eine ernsthafte Gefahr im Straßenverkehr darstellen. Eine unmittelbare Gefahr für Menschen bestehe jedoch nicht. Die Sichtungen des Elchs sorgen in den sozialen Medien bereits für Begeisterung. Viele hoffen, Emil noch einmal live zu Gesicht zu bekommen. Ob der tierische Besucher sich dauerhaft in Bayern niederlässt oder seine Reise bald fortsetzt, bleibt abzuwarten.
Elchsichtungen häufen sich allerdings nicht nur Bayern: so wurde am Montag (06.10.2025) ein Bulle an einer Landstraße in der Oberlausitz bei Königshain, in der Nähe von Görlitz, gesichtet. In der Umgebung weckte bereits wenige Tage zuvor ein zweiter Elch die Aufmerksamkeit von Anwohnern. Laut eines Berichtes des MDR siedeln die Tiere öfters aus Polen nach Sachsen herüber. Das sei ungewöhnlich, denn vor allem die jungen Tiere verhalten sich in ihrem Alter eher sesshaft. Darunter fiele auch der rund vier bis fünf Jahre alte Elchbulle in Sachsen. Nachdem er die Landesstraße bei Königshain überquerte, trabte er über eine Wiese und die Augenzeugen verloren ihn aus ihrer Sichtweite.
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