Die Temperaturen sinken langsam, die Heizungen werden wieder eingeschaltet. Doch mit dem Start der Heizsaison kann sich eine tödliche Gefahr unbemerkt ausbreiten: Kohlenmonoxid. So geschehen am späten Mittwochabend (10.09.2025) in Hamburg-Finkenwerder.
Gegen 22.57 Uhr wurde ein Rettungswagen zu einem Mehrfamilienhaus am Neßdeich gerufen, weil eine Frau gestürzt war. Beim Betreten des Gebäudes schlugen jedoch die CO-Warngeräte der RTW-Besatzung Alarm – es bestand akute Lebensgefahr durch giftiges Kohlenmonoxid in der Raumluft.
Die Feuerwehr rückte mit weiteren Kräften an und evakuierte das gesamte Haus. Insgesamt galten neun Personen als betroffen. Drei von ihnen, darunter ein Kind, wurden verletzt. Vier Personen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Mutter begleitete ihr Kind in die Klinik.
Mutmaßlich war eine defekte Gastherme die Ursache für die gefährliche CO-Konzentration. Das betroffene Gebäude befindet sich derzeit im Umbau. Die Feuerwehr führte umfangreiche Lüftungsmaßnahmen durch und kontrollierte das Haus mit Spezialmessgeräten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Glück im Unglück: Nur durch den Notruf wegen des Sturzes und die ausgelösten CO-Melder im Rettungswagen wurde die unsichtbare Gefahr erkannt – möglicherweise in letzter Minute.
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