Einsatzkräfte und Mitarbeiter des Erzgebirgsklinikums haben am Mittwochabend (27.08.2025) einen Ernstfall geprobt. Inszeniert wurde gegen 17:20 Uhr die Einlieferung eines Patienten mit einem Rettungswagen, welcher Ameisensäure getrunken hatte und Ätzverletzungen auf der Haut aufwies. Die Freundin des Patienten verkippte versehentlich die Säure in der Notaufnahme, wies anschließend ebenfalls Ätzverletzungen auf der Haut auf. Durch die ausgetretene Säure musste die Feuerwehr hinzugezogen werden. Diese rückte daraufhin mit einem Gefahrgutzug an. Bei Ankunft der ersten Rettungskräfte wurde die Notaufnahme abgesperrt und ein Untersuchungszimmer der Notaufnahme unter Quarantäne gestellt. Anschließend wurden die Patienten von Feuerwehrleuten mit Chemikalienschutzanzügen nach draußen gebracht und dekontaminiert. Zudem wurde die ausgetretene Säure in der Notaufnahme gesichert. Wie der Übungsleiter und stellv. Kreisbrandmeister Enrico Scheibner berichtet, stand bei der Übung die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und der Klinik im Fokus und zog am Abend ein erstes Fazit. „Die Zusammenarbeit zwischen der Klinik und der Feuerwehr verlief reibungslos, jeder hat aber auf seiner Ebene, kleine versteckte Mängel festgestellt, die nun abgearbeitet werden“. Auch Marcel Koch, Geschäftsführer des Erzgebirgsklinikums, beobachtete die Übung. „Wir wollten heute unsere eigenen Alarmpläne überprüfen und prüfen, wie schnell wir unser Personal reaktivieren können“. Auch Marcel Koch war mit der Übung am Mittwochabend zufrieden, sah aber auch Verbesserungen. „Wir haben heute über das Zusammenspiel zwischen den Feuerwehrkräften und uns viel gelernt, woran wir in der Zukunft arbeiten müssen“. Neben der Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften und dem Klinikpersonal wurden auch die internen Meldeketten auf die Probe gestellt. Bei der Übung waren 57 Einsatzkräfte der Feuerwehren Stollberg, Oelsnitz, Thalheim, Zwönitz und Gablenz sowie der ABC Fahrberater der Feuerwehr Beierfeld und der diensthabende Kreisbrandmeister beteiligt. Während der Übung ging der Betrieb der Notaufnahme weiter. Auch die Notfallversorgung für Patienten blieb während der Übung erhalten.
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