07.08.2025 - Leutenbach - News Nr.: 38021
Spur der Verwüstung: Manövrierunfähiger Sattelzug rast bergab in Ortschaft und reist alles mit
Bremsen an 40 Tonner versagten - Baustellenfahrzeug mit Anhänger bei Kollision völlig zerstört - Rund 300.000 Euro Schaden - Gutachter und Schwerlastgruppe an an der Unfallstelle

© NEWS5 / Ferdinand Merzbach

Am Donnerstagvormittag (07.08.2025) kam es in der St.-Moritz-Straße in Leutenbach (Landkreis Forchheim), zu einem spektakulären Verkehrsunfall. Ein vollbeladener Sattelauflieger, beladen mit Schotter, war von Hundsboden kommend in Richtung Leutenbach unterwegs. Aufgrund einer Baustelle im Ort war die Straße an dieser Stelle am Ortseingang gesperrt. Der LKW fuhr offenbar mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf die Absperrung zu und kam letztendlich zum Stehen. Arbeiter vor Ort bemerkten, dass der Fahrer kaum bremsen konnte und beschwerten sich über die erhöhte Geschwindigkeit des Lastwagens. Nach einer kurzen Standzeit von etwa fünf Minuten stieg der Fahrer wieder ein und setzte die Fahrt fort. Zuvor hatte er im Gespräch erwähnt, dass die Bremsen seines Sattelzugs nicht mehr richtig funktionieren würden. Nur wenige Meter weiter innerhalb des Baustellenbereichs in der St.-Moritz-Straße verlor der Fahrer offenbar vollständig die Kontrolle und konnte nicht mehr bremsen.

Der LKW prallte in ein dort geparktes Baustellenfahrzeug mit Anhänger, das Baugeräte und einen Kompressor transportierte. Durch den Aufprall wurde der Anhänger abgerissen. Das Fahrzeug wurde etwa 40 bis 50 Meter weit mitgeschleift, in eine Hofeinfahrt geschleudert und kippte dort um. Dabei zerstörte es auch Teile einer Gartenmauer. Der Sattelauflieger geriet in Schräglage und kam schließlich zum Stehen. Trotz der erheblichen Schäden wurde glücklicherweise niemand verletzt, da sich die Arbeiter rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

Der Sachschaden wird auf etwa 300.000 Euro geschätzt, insbesondere wegen des zerstörten Kompressors und der Beschädigungen an den Fahrzeugen und der Baustelle. Zur Unfallaufnahme rückten die Schwerlastgruppe der Verkehrspolizei Bamberg. sowie ein Sachverständiger an, die sich den Lkw nun genauer anschauen. Der genaue Unfallhergang und etwaige Verantwortlichkeiten werden derzeit noch ermittelt.

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