Mit dem Sonnenuntergang beginnt in lauen Sommernächten ein faszinierendes Naturschauspiel: Glühwürmchen, genauer gesagt Leuchtkäfer, erwachen zum Leben und tauchen Wiesen, Waldränder und Flussufer in ein geheimnisvolles Licht. Ihr Leuchten dient dabei nicht nur der Romantik, sondern ist ein ausgeklügeltes Kommunikationssystem zur Partnersuche
Franziska Back vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. gibt hierbei ein paar Einblicke in das Naturschauspiel.
Die kleinen Käfer, von denen in Deutschland drei Arten heimisch sind, senden nach Einbruch der Dunkelheit, meist ab etwa 22 Uhr, artspezifische Lichtsignale aus. Weibchen sitzen erhöht auf Grashalmen oder Büschen und leuchten, um Männchen anzulocken. Die Männchen wiederum schwirren blinkend durch die Nacht, auf der Suche nach einem passenden Partner. Die chemische Reaktion, die das Leuchten erzeugt, ist dabei äußerst effizient: Bis zu 98 Prozent der freigesetzten Energie wird in Licht umgewandelt – weit mehr als bei jeder Glühbirne
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