Alarm für die Feuerwehr Traunreut (Lkr. Traunstein) am Freitagabend (01.03.2019) um 23:34 Uhr. In der Werner-von-Siemens-Straße hat sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, eine Person soll noch im Wrack eingeklemmt sein. „Kommt nicht oft vor auf dieser Straße, haben wir zuerst einmal gedacht: „Hmm, was könnte jetzt da sein“, berichtet Kommandant Karl-Heinz Erhardt.
Mit dem was die Kameraden dort vorfinden, haben sie wohl innerorts nicht gerechnet. Ein relativ neuer Audi A5 ist gegen einen Baum geprallt. Der Beifahrer ist an den Füßen eingeklemmt und rund um die Unfallstelle stehen Freunde, Bekannte und Verwandte der beiden Insassen. „Nachdem die Lage hier sehr unübersichtlich war, circa 20 bis 25 Personen, sowohl Zeugen, als auch Angehörige und Freunde, der beiden verletzten Personen, haben wir umliegende Dienststellen angefordert zum Unterstützen“, erklärt Marvin Kirpan von der Polizeistation Traunreut.
Nur so war es möglich, dass die Einsatzkräfte ihre Arbeit erledigen können. Bedingt durch das neue Fahrzeugmodell benötigen die Kameraden nicht nur 54 Minuten, um den Schwerverletzten zu befreien, sondern müssen auch von zwei Seiten aggieren. Währenddessen kümmert sich der Rettungsdienst auch um den leichtverletzten Fahrer. Die Polizei befragt unter anderem in der Zeit den Mann und Zeugen zu dem Unfallhergang.
So stellt sich nicht nur heraus, dass der Fahrer des Audi einen Transporter überholt hat, sondern es fast noch einen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Wagen gab, bevor es zur Kollision mit dem Baum kam. Zudem ermitteln die Beamten folgendes, wie Kipran mitteilt: „Aktuell besteht der Verdacht, dass der Fahrer unter Alkoholeinfluss stand. Ersten Erkenntnissen zufolge, war er auch nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis“. „Das Fahrzeug gehört einer Bekannten des Fahrers. So wie es aussieht hat sie nicht gewusst, dass er damit unterwegs war“, so Kipran weiter.
Genauere Hintergründe zum Unfallgeschehen, der Nutzung des Fahrzeugs und allen weiteren relevanten Punkten, müssen nun die Ermittlungen aufdecken.