Folgenschwerer Verkehrsunfall am Donnerstagabend (01.11.2018) auf der A7. Mehrere Autofahrer meldeten einen Geisterfahrer, der in falscher Fahrtrichtung in Richtung Schweinfurt unterwegs war. Obwohl die Polizei gleich mehrere Streifen entsendete und im Verkehrsfunk entsprechende Warnmeldungen liefen, konnte niemand mehr das Unglück verhindern.
Kurz nach dem Kreuz Schweinfurt/Werneck kollidierte der Falschfahrer mit seinem Mercedes SLK auf Höhe von Werneck (Lkr. Schweinfurt) mit voller Wucht mit einem entgegenkommenden Volvo. Dessen 25-jährige Fahrerin hatte keine Chance mehr auszuweichen. Nach dem Zusammenstoß rollte ihr Wagen noch rund 100 Meter weiter. Die Frau wurde durch die Kollision in dem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden.
Nach längerer notärztlicher Versorgung brachte sie ein Rettungswagen in ein Krankenhaus. Obwohl Einsatzkräfte schnell vor Ort waren, konnten sie das Leben des 63-jährigen Geisterfahrers nicht mehr retten. Er war vermutlich auf der Stelle tot und musste später aus seinem völlig zerstörten Mercedes geborgen werden.
Die A7 war in Richtung Würzburg für mehrere Stunden komplett gesperrt. Nach Polizeiangaben fuhr der Geisterfahrer an der Rastanlage "Riedener Wald" in verkehrter Richtung auf die Autobahn. Nach rund 7,5 Kilometer ereignete sich dann der tödliche Unfall. Warum der Fahrer, der aus dem Landkreis stammte und dementsprechend ortskundig war, als Falschfahrer auffuhr, ist noch völlig unklar. Neben einer Staatsanwältin kam auch eine Gutachterin vor Ort, die bei der Rekonstruktion des Unglücks helfen soll. Die Polizei bittet Zeugen und Geschädigte sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt zu melden.
Wie man sich als Autofahrer im Falle eines Geisterfahrers verhalten sollte, weiß Michael Zimmer, Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken: "Wenn man so eine Meldung hört, dann ist es ganz wichtig am äußerst rechten Fahrbahnrand zu fahren, die Geschwindigkeit zu reduzieren, bremsbereit zu sein, keinesfalls zu überholen." Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte die Autobahn bestenfalls verlassen oder auf einen Parkplatz fahren bis Entwarnung über den Geisterfahrer gegeben wird.