19.02.2018 - Stettfeld - News Nr.: 12768
Es geht auch anders: Einsatzkräfte haben durch Rettungsgasse freie Bahn
Peugeot über holt mit hoher Geschwindigkeit am Standstreifen - Wagenlenker kracht anschließend mit hoher Geschwindigkeit in das Heck eines Lastwagens - 23-jähriger Fahrer darauf eingeklemmt und schwerstverletzt - Rettungshubschrauber im Einsatz

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Ein ungewohntes Bild für die Einsatzkräfte am Montagmorgen (19.02.2018) auf der A 70: Nach einem schweren Crash zwischen den Anschlussstellen Eltmann (Lkr. Haßberge) und Viereth (Lkr. Bamberg)  bildeten die Autofahrer im Stau eine Rettungsgasse wie aus dem Lehrbuch. Die Fahrzeuge auf der linken Spur fuhren weit nach links außen, die Fahrzeuge auf der rechten Spur blieben rechts. So konnten Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei so schnell an der Unfallstelle ankommen wie sonst nie. 

Zuvor überholte ein Peugeot-Fahrer, der in Richtung Bamberg unterwegs war, bei voller Fahrt ein anderes Fahrzeug über den Standstreifen und krachte dann in das Heck eines vorausfahrenden Lastwagens, der ebenfalls auf der rechten Spur unterwegs war. Der Aufprall war so heftig, dass der Autofahrer in seinem Fahrzeug schwer eingeklemmt wurde, darauf musste ihn die Feuerwehr mit schwerem Gerät aus seiner misslichen Lage befreien. Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle wurde der Autofahrer mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Dort kämpfen die Ärzte immer noch um sein Leben.

Warum der Autofahrer auf dem komplett geraden Autobahnstück - ohne Anzeichen zum Überholen anzusetzen - in den Brummi krachte, ist der Polizei ein Rätsel, ebenso wie das vorausgegangene Überholmanöver. Eventuell könnte die tiefstehende Sonne eine Rolle gespielt haben, wie die Polizei vor Ort mitteilte. Daher wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Gutachter zur Unfallstelle bestellt. Die A70 war während der Bergungsarbeiten stundenlang voll gesperrt. 


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